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Kultur Starkes Programm bei Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker
Weltgeschehen Kultur Starkes Programm bei Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker
12:17 16.07.2014
Hitzacker

Das renommierte Kammermusikfestival in der verschlafenen Elbaue bietet dieses Jahr mal wieder ein verlockendes Programm. Das Motto des diesjährigen Festivals lautet „Tanz!“. Am Mittwoch, 30. Juli, wird deshalb das Bundesjugendballett Choreographien von John Neumeier tanzen. Das Ganze, wie könnte es bei einem Musikfestival anders sein, mit Livemusik gespielt vom Quatuor Diotima und dem Pianisten Henning Lucius.

Das Eröffnungswochenende beginnt am übernächsten Sonnabend mit drei höchst interessanten Programmen. Am Nachmittag trifft das Streichsextett von Tschaikowsky auf Enescus außerordentlich eindrucksvolles Oktett. Am Abend gib es dann Bläsermusik mit allerlei Raritäten, die sehr hörenswert sind, so unter anderem Lucianos Berios wunderbares „Opus number zoo“. In einer Late Night Lounge wird der Composer in Residence Dieter Ammann mit seinen Freunden Jazz und Improvisationen bieten. Dieser Tag dürfte ein starker, musikalisch äußerst vielseitiger Einstieg ins Festival werden. Weiter geht es am zweiten Festivaltag mit einer Matinee zum Thema „Walzer“, einem Nachmittagskonzert mit Tango Argentino und einem Abend der Kontraste mit barocken Tanzsätzen und modernen Stücken, bei denen auch das Experimentalstudio des SWR und drei Tänzerinnen der Compagnie von Sasha Waltz dabei sind.

Neu in diesem Jahr ist das Format „Pre-Concert“, das interessanter zu werden verspricht, als der befremdliche Name das vermuten ließe. Es spielen an drei Tagen Mitglieder der neu eingerichteten, aus ambitionierten Studenten sich rekrutierende Festival-Akademie unterm Zelt vor dem Festivalsaal Verdo Ausschnitte aus ihren Programmen, die sie bereits in diversen sozialen Institutionen in der Region gespielt haben.

Auch das zweite Festivalwochenende ist interessant. Und zwar weniger wegen des allgemein beliebten, aber inzwischen nicht mehr sonderlich originellen Festivalwalks, sondern wegen der reizvollen Programmvielfalt. Während der Freitagnachmittag ganz dem Composer in Residence Ammann gehört, gibt es am Abend ein Konzert mit dem Ensemble in Residence, dem Ensemble Kaleidoskop. Dieses spielt ein weit gefächertes Programm vom Barock über Romantik bis in die Gegenwart. Der Samstagabend bietet einen Soloabend für Cello mit tanzinspirierten Werken von Bach bis Kurtag. Den Abschluss des klassischen Hitzacker-Programms bietet am Sonntagvormittag dann eine Aufführung der „Eroica“ von Beethoven mit dem ohne Dirigenten spielenden Orchester Spira Mirabilis. Für Jazz-Freunde folgt am Nachmittag noch Gipsy Jazz mit Didier Lockwood.

Im Internet unter www.musiktage-hitzacker.de gibt es weitere Informationen.

Von Reinald Hanke