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Kultur Stürmischer Beifall für Musikerlebnis
Weltgeschehen Kultur Stürmischer Beifall für Musikerlebnis
14:53 16.09.2018
Die Musiker von „Jin Jim“ bescherten den Besuchernein ganz besonderes Konzerterlebnis. Quelle: Doris Hennies
Celle

CELLE. Anstrengend? Schon. Faszinierend? Unbedingt. Virtuos? Keine Frage. Die vier Musiker von „Jin Jim“ bescherten dem Publikum in Kunst & Bühne mit ihrer kunstvollen Form von Jazz ein besonderes Konzerterlebnis.

In der Ankündigung der Neuen Jazz Initiative Celle stand zu lesen „experimentierfreudig und rhythmisch hochkomplex“ – das trifft es, aber nur ungenügend. Treffender lässt sich das Ganze als eine mehrdimensionale klangmalerische Reise durch zahlreiche Genres, akustische Möglichkeiten, meditative, mystische und explosive Emotionen beschreiben – eben ein einzigartiges Erlebnis.

Wer swingenden Oldtimejazz erwartet hat, musste sich bei „Jin Jim“ erst ein bisschen einhören. Die „Senkrechtstarter der deutschen Jazzszene“ (NDR) bringen kunstvolle Musik zum Zuhören, ja nachspüren auf die Bühne. Dem Sog kann man sich kaum entziehen. Die Rhythmus- und Taktwechsel sind manchmal atemberaubend, die Übergänge von Notenspiel zu Geräuschen, dem Spaß an Klangspielereien überraschend und provokant. Könnte ziemlich schief gehen, tut es bei „Jin Jim“ aber nicht: Das, was ihre Musik so großartig macht, ist die trotz aller Brüche konsequent beibehaltene Harmonie – in den Arrangements, in der Interpretation, im Selbstvertrauen und der Gleichwertigkeit der vier Musiker.

Außergewöhnlicher mag die Querflöte als Leadinstrument, gespielt von Daniel Manrique-Smith, sein. Das faszinierende Crossover besteht allerdings im Leadwechsel von Flöte und Gitarre (Johann May). So entstanden Bilder im Kopf zwischen südamerikanischem Dschungel und 70er-Jahre Rock- Festival. Dazwischen grätschen Assoziationen – vorüberhuschend wie ein Blick aus dem fahrenden Zug: Barocke Klassik, Filmmusik, Latin und Volksweisen, Rock, Bebob und Hip Hop, asiatische und afrikanische Ansätze, Lyrisches und Mystisches – von romantisch verspielt über dramatisch bis zu einem Moment lärmender Kakophonie – immer wieder aus- oder besser einlaufend in purem Rhythmus und Klang. Das Publikum quittierte dieses so farbenreiche Musikerlebnis mit stürmischem, langanhaltendem Applaus.

Von Doris Hennies

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