Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Kultur Terézia Mora erhält den Georg-Büchner-Preis
Weltgeschehen Kultur Terézia Mora erhält den Georg-Büchner-Preis
15:29 03.07.2018
Der Georg-Büchner-Preis geht an Terézia Mora. Foto: Arno Burgi Quelle: Arno Burgi
Darmstadt

Mora bekomme die Auszeichnung «für ihre eminente Gegenwärtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit vereint», heißt es in der Begründung der Jury. «In ihren Romanen und Erzählungen widmet sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche und trifft damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit.» Schonungslos nehme sie die Verlorenheit von Großstadtnomaden in den Blick und lote die

aus. Dies geschehe suggestiv, kraftvoll, bildintensiv und spannungsgeladen - mit ironischen Akzenten und analytischer Schärfe.

Mora wurde in Ungarn geboren und wuchs zweisprachig auf. Seit 1990 lebt sie in Berlin. Für ihren Roman «Das Ungeheuer» - den zweiten Band einer Trilogie über das Leben des IT-Spezialisten Darius Kopp - bekam sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Der erste Band («Der einzige Mann auf dem Kontinent») hatte es 2009 auf die Longlist geschafft. 2016 veröffentlichte sie ihren bislang jüngsten Erzählungsband «Die Liebe unter Aliens».Außer Romanen und Erzählungen verfasste Mora auch Drehbücher, Theaterstücke und Essays. Sie übersetzte zudem Werke von renommierten Autoren wie dem ungarischen Schriftsteller Péter Esterházy (1950-2016). Sie erhielt bereits eine Reihe bedeutender Auszeichnungen, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis (1999) und den Preis der Leipziger Buchmesse (2005).Der Leiter des Hamburger Literaturhauses, Rainer Moritz, sprach beim Büchner-Preis von einer «großartigen, überfälligen Entscheidung». «Ihre Romane und Erzählungen spiegeln seismographisch, was unsere Gesellschaft aufwühlt und von welchen untergründigen Ängsten sie beherrscht wird», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem aber finde Mora dafür eine unverwechselbare, stilistisch ausgefeilte Sprache.«Mit Mora als Büchner-Preisträgerin ist die höchste Ehrung, die eine deutschsprachige Schriftstellerin in Deutschland erfahren kann, endlich angekommen bei der mehrsprachigen Generation von Autoren, der man allein mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis nicht gerecht wurde», sagte der Leiter des Literaturhauses Frankfurt, Hauke Hückstädt.Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt vergibt die Auszeichnung seit 1951 an Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen «durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten» und «an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben».Zu den 

gehören Max Frisch (1958) und Günter Grass (1965) (1967) sowie zuletzt Jürgen Becker (2014), Rainald Goetz (2015), Marcel Beyer (2016) und im vergangenen Jahr der Lyriker Jan Wagner.

Namensgeber ist der Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner («Woyzeck»). Er wurde 1813 im Großherzogtum Hessen geboren und starb 1837 in Zürich. Die Auszeichnung wird am 27. Oktober während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen.

Von Ira Schaible, dpa

Klagenfurt (dpa) - Für den Bachmann-Preis bewirbt man sich nicht, man wird für gewöhnlich vorgeschlagen. «Ich bin größenwahnsinnig», sagt die österreichische Autorin Raphaela Edelbauer.

03.07.2018

New York (dpa) - Zum 100. Todestag der österreichischen Maler Gustav Klimt und Egon Schiele widmen zwei New Yorker Museen den beiden Künstlern eigene Ausstellungen.

03.07.2018

Erl (dpa) - Eine Frittatensuppe findet sich auf fast jeder Speisenkarte in Österreich. Es handelt sich dabei um eine klare Brühe mit geschnittenen Pfannkuchen als sättigender Einlage.

03.07.2018