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Kultur Trauer um «Big»-Regisseurin Penny Marshall
Weltgeschehen Kultur Trauer um «Big»-Regisseurin Penny Marshall
09:33 19.12.2018
Die Filmwelt trauert um Penny Marshall. Foto: Evan Agostini Quelle: Evan Agostini
Hollywood

Los Angeles (dpa) - Hollywood trauert um eine Komödiantin, Regisseurin und Wegbereiterin für Frauen im Filmgeschäft: Penny Marshall («Big») ist tot. Sie starb in der Nacht auf Dienstag in ihrem Haus in Los Angeles an den Folgen von Diabetes, wie ihre Sprecherin Michelle Bega der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Marshall wurde 75 Jahre alt.

«Goodbye, Penny. Mann, haben wir eine Menge gelacht. Ich wünschte, wir könnten das weiter tun. Liebe dich. Hanx», schrieb Hollywood-Star Tom Hanks (62) auf Twitter. Die jüngere Schwester von «Pretty Woman»-Regisseur Garry Marshall (1934-2016) hatte Hanks 1988 für die Komödie «Big» vor die Kamera geholt. Darin spielt er einen Jungen, der sich plötzlich als Mann in der Welt von Erwachsenen zurechtfinden muss. Es war der erste von einer Frau inszenierte Hollywoodfilm, der an den US-Kinokassen mehr als 100 Millionen Dollar einspielte.

Zusammen mit Geena Davis und Madonna drehte Hanks unter Marshalls Regie auch das erfolgreiche Sportdrama «Eine Klasse für sich» (1992) um eine weibliche Baseball-Liga. Sie sei Marshall ewig dankbar, dass sie in dem Film mitspielen durfte, teilte Davis am Dienstag laut «Variety» mit. Auch Robert De Niro trauerte. «Penny wird uns sehr fehlen», erklärte der Oscar-Preisträger. Marshall drehte mit ihm und Co-Star Robin Williams das Drama «Zeit des Erwachens» (1990). Der Film wurde in der Top-Sparte «Bester Film» für einen Oscar nominiert.

Penny, ein Mädchen aus der Bronx, sei gen Westen gezogen und in Hollywood zu einer «Erfolgsgeschichte» geworden, hieß es in einer Mitteilung ihrer Familie. «Wir hoffen, dass ihr Leben andere dazu inspiriert, Zeit mit der Familie zu verbringen, hart zu arbeiten und sich alle Träume zu erfüllen».

Marshall war vor ihrer Karriere als Regisseurin durch Auftritte in Fernsehserien wie «Laverne & Shirley» und «Männerwirtschaft» bekannt geworden. In den 70er Jahren war sie in zweiter Ehe mit «Harry und Sally»-Regisseur Rob Reiner verheiratet. Sie brachte die 1964 geborene Tochter Tracy mit in die Ehe. «Ich habe Penny geliebt», schrieb Reiner auf Twitter. Sie habe ein großes Komödientalent gehabt. «Ich hatte großes Glück, dass ich mit ihr und ihrer lustigen Ader leben durfte. Ich werde sie vermissen.»

Auch Kollegen wie Ron Howard, Russell Crowe, Danny DeVito, Billy Crystal und Mark Wahlberg zollten Marshall in sozialen Medien Tribut. Wahlberg hatte an der Seite von DeVito seine erste Filmrolle in Marshalls Militärkomödie «Mr. Bill» (1994). «Ohne ihre Unterstützung und Förderung wäre ich nicht da, wo ich heute bin», schrieb Wahlberg auf Twitter.

Für ihren ersten Spielfilm «Jumpin' Jack Flash» holte sie 1986 Whoopi Goldberg vor die Kamera. Ihren letzten Film «Unterwegs mit Jungs» drehte die Regisseurin im Jahr 2001 mit Drew Barrymore.

«Danke, was du für uns Mädchen getan hast», würdigte Oscar-Preisträgerin Viola Davis (53, «Fences») am Dienstag Marshalls Verdienste für Frauen im Filmgeschäft. «Ruhe dich gut aus, du großartiges Weib!!!», fügte die Schauspielerin dazu.

Gibt es den zweiten Oscar für Florian Henckel von Donnersmarck? Sein Film «Werk ohne Autor» hat auf dem Weg zur goldenen Statue jedenfalls die nächste Hürde genommen.

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