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Kultur Wiedersehen mit sozialistischen Schlagerstars
Weltgeschehen Kultur Wiedersehen mit sozialistischen Schlagerstars
10:51 22.09.2018
Frank Schöbel und Wolfgang Lippert waren in der DDR Stars. Nun touren sie gemeinsam durch den Osten Deutschlands. Foto: arifoto UG;Bodo Schackow/dpa-Zentralbild Quelle: arifoto UG;Bodo Schackow
Offenbach

Berlin/Neuenhagen (dpa) - Im Saal des Kulturhauses vor den Toren von Berlin sitzen um 16 Uhr rund 500 Senioren und freuen sich auf die DDR-Schlagerstars von einst.

Hinten stehen Rollatoren, vorn auf der Bühne sagt ein fitter 70-Jähriger mit schwarzer Lederkluft und weißem Schlips: «Das sind alles Originale, die Sie heute sehen! Die brennen noch an beiden Enden für die Musik und ihr Publikum!» Uwe Jensen meint damit die Kollegen, mit denen er nun durch den Osten Deutschlands tourt - Frank Schöbel, Monika Herz, Angelika Mann, Eva-Maria Pieckert und Hans-Jürgen Beyer - und sich selbst.

Fast drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall sind die sechs Musiker gemeinsam auf Tour. Das Motto: «Wiedersehen mit Freunden - Die Legenden sind zurück». Knapp 30 Konzerte stehen bis Ende November auf dem Plan - alle im Osten Deutschlands.

Zum Tourneestart am Freitag im brandenburgischen Neuenhagen kommt die Musik meist vom Band, der Gesang ist live. Die Sänger werden vom Publikum beklatscht. «Wir können eigentlich alle richtig stolz sein, mit welcher Musik wir groß geworden und aufgewachsen sind», sagt Jensen. Er und seine Kollegen waren in der DDR Dauergäste in Funk und Fernsehen. Nach dem Fall der Mauer wollte sie kaum mehr jemand sehen. Inzwischen haben die Sänger wieder treue Fans - aber im Westen Deutschlands sind ihre Namen nur den Wenigsten bekannt.

«Ich freu' mich, dass Sie sich noch an meine Lieder erinnern», sagt Monika Herz (66). Sie hat immer noch ihre weiche Stimme, trägt ein wallendes Kleid mit riesigen Mohnblumen-Motiven. Seit vielen Jahren steht Herz zusammen mit ihrem Sohn David auf der Bühne. Natürlich singt sie ihren Hit «Kleiner Vogel» - aber gemeinsam mit ihrem Sohn auch Country-Songs, auf Englisch. In der Konzertpause geben die beiden vor dem Saal Autogramme.

«Wundern Sie sich nicht, wenn Sie den nächsten Künstler nicht erkennen - er ist in einen Jungbrunnen gefallen!» So kündigt Jensen einen Kollegen an, der einst in Leipzig bei den Thomanern und am Opernhaus sang. Hans-Jürgen «Hansi» Beyer (69), feiner Anzug, Krawatte und Einstecktuch, bringt das sitzende Publikum besonders zum Jubeln. «Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich ich bin, in dieser Show dabei sein», sagt er. Dann wechselt der Sänger mühelos von Metier zu Metier: Auf einen Song von Jacques Offenbach folgen der Gefangenenchor aus Nabucco und die Gänsehaut-Pop-Rock-Ballade «Sign of the times» (2017), das Debüt des Briten Harry Styles. Im Publikum gibt es Freudenschreie, riesigen Applaus und «Zugabe»-Rufe.

Allen Sängern des Abends ist während der rund drei Stunden anzumerken, wie froh sie sind, auf der Bühne zu stehen. «Es ist wunderschön, mit Kollegen zusammen zu sein», sagt etwa der dauerdunkelblonde Frank Schöbel (75), der als Einziger eine Band mitgebracht hat. «Wie ein Stern», «Komm wir malen eine Sonne», «Gold in Deinen Augen» - trotz seiner vielen Hits, die natürlich nicht fehlen an diesem Abend, ist er noch immer der Kumpel-Typ mit Lederjacke. Er bittet die Fans, zu ihm ganz nah an die Bühne zu kommen. In einem seiner Songs heißt es: «Wir lassen uns nicht unterkriegen; was auch kommt, wir sind bereit.»

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