Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Bekennerschreiben nach Anschlag auf Haus von Scholz
Weltgeschehen Politik Bekennerschreiben nach Anschlag auf Haus von Scholz
15:01 01.12.2018
Vermummte hatten nach Polizeiangaben zunächst einen Autoreifen vor dem Mehrfamilienhaus in Hamburg-Altona angezündet und danach mit Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Hauswand geworfen. Foto: Bodo Marks Quelle: Bodo Marks

Hamburg (dpa) - Nach dem Anschlag auf das Hamburger Wohnhaus von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

Auf der Plattform «indymedia» bezeichnet der anonyme Verfasser die Aktion als «internationales Rauchzeichen». Als Gründe für die Tat werden der G20-Gipfel in Buenos Aires und die dortigen Proteste angegeben. Scholz sei «der Taktgeber des sozialen Angriffs der vergangenen Jahrzehnte».

Die Polizei teilte mit, man habe das Schreiben zur Kenntnis genommen. Der Staatsschutz ermittle wegen einer politisch motivierten Straftat.

Eine Gruppe von mindestens zehn vermummten Personen hatte nach Polizeiangaben in der Nacht zu Freitag zunächst einen Autoreifen vor dem Mehrfamilienhaus im Hamburger Stadtteil Altona angezündet und danach mit schwarzer Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Hauswand geworfen. Die Täter seien anschließend geflüchtet. Der SPD-Politiker selbst war zum Tatzeitpunkt nicht in seiner Wohnung.

Möglicherweise wollten die Täter auch die Scheiben des Gebäudes einwerfen, da lose Pflastersteine gefunden wurden. Ein Großaufgebot der Polizei suchte nach den Tätern, die aber unerkannt entkamen.

Scholz ist zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim G20-Gipfel in Argentinien. Nach der Flugzeugpanne am Donnerstagabend reisten die beiden am Freitag mit einer kleinen Delegation von Madrid aus mit einer Linienmaschine nach Buenos Aires.

Vor rund einer Woche hatte schon ein Einbruch in einem Potsdamer Mehrfamilienhaus für Schlagzeilen gesorgt, in dem der Vizekanzler auch lebt. Diese Tat ereignete sich nach Polizeiangaben am 23. November. Unbekannte öffneten gewaltsam die Tür einer Wohnung und erbeuteten EC-Karten und Wertgegenstände. Das Haus wird von Polizisten bewacht. Die Wohnung von Scholz war nicht betroffen.

Berlin (dpa) - Insgesamt 57.112 Ausländer ohne Duldung müssten Deutschland eigentlich verlassen.

01.12.2018
Politik Krise zwischen Kiew und Moskau - Ukraine verweigert 100 Russen die Einreise

Kiew (dpa) - Am ersten Tag eines Einreiseverbots für russische Männer hat die Ukraine nach offiziellen Angaben 100 Russen an der Grenze zurückgewiesen.

01.12.2018

Es hätte auch schief gehen können: Der Airbus der Kanzlerin streikt. Am Ende fliegt sie Linie, verpasst aber den Auftakt des G20-Gipfels in Buenos Aires. Die Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums gerät in die Kritik. Doch die Ministerin hält dagegen.

01.12.2018