Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Deutschland und Saudi-Arabien legen diplomatische Krise bei
Weltgeschehen Politik Deutschland und Saudi-Arabien legen diplomatische Krise bei
23:11 25.09.2018
Der saudische Außenminister Adel al-Dschubair bei einem Besuch in Berlin im Mai 2016. Foto: Bernd von Jutrczenka Quelle: Bernd Von Jutrczenka
New york

New York (dpa) - Deutschland und Saudi-Arabien haben ihre diplomatische Krise nach zehn Monaten beigelegt.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und sein saudischer Amtskollege Adel al-Dschubair verständigten sich bei einem Gespräch am Rande der UN-Vollversammlung in New York darauf, dass der im November 2017 abgezogene saudische Botschafter nach Deutschland zurückkehrt.

Saudi-Arabien hatte dafür zur Voraussetzung gemacht, dass Maas sein «ernsthaftes Bedauern» über ein zurückliegendes «Missverständnis» ausdrückt. Gemeint ist eine Äußerung des damaligen Außenministers Sigmar Gabriel (SPD), der Saudi-Arabien im November «Abenteurertum» im Nahen Osten vorgeworfen hatte. Maas sagte nun: «Wir hätten klarer in unserer Kommunikation und in unserem Engagement sein sollen, um solche Missverständnisse zwischen Deutschland und dem Königreich zu vermeiden.»

Saudi-Arabien hatte nach der Gabriel-Äußerung verärgert seinen Botschafter abgezogen und eine Entschuldigung der Bundesregierung gefordert. Zudem bekam der neue für Riad vorgesehene deutsche Botschafter zuletzt keine Akkreditierung. Von deutscher Seite hieß es, dass sowohl die Akkreditierung als auch die Rückkehr des saudischen Botschafters nun für die nächsten Wochen erwartet werde. Maas plant zudem eine baldige Reise nach Saudi-Arabien.

Die diplomatische Krise hatte auch die deutsch-saudischen Wirtschaftsbeziehungen massiv belastet. Deutsche Unternehmen klagten zuletzt zunehmend über ausbleibende Aufträge.

Die Forderung nach einer neuen Brexit-Volksabstimmung in der Labour-Partei wird lauter. Proeuropäische Briten hoffen gar auf eine Abkehr vom EU-Austritt. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.

25.09.2018

Die Vorwürfe gegen Trumps Supreme-Court-Anwärter Brett Kavanaugh wiegen schwer. Der Jurist wehrt sich in einem ausführlichen Interview. Und die Republikaner setzen zu einer großen Verteidigung ihres Kandidaten an - auf aggressive Weise.

25.09.2018

Der Paukenschlag folgt nach den Sexismus-Vorwürfen in der Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen. Erst wird der Vize-Chef beurlaubt. Nun treffen Konsequenzen auch die oberste Führung.

25.09.2018