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Politik Giffey will Ausbildung für Erzieher vergüten
Weltgeschehen Politik Giffey will Ausbildung für Erzieher vergüten
15:11 17.12.2018
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will die Erzieherausbildung attraktiver machen. Foto: Bernd von Jutrczenka Quelle: Bernd Von Jutrczenka

Berlin (dpa) - Der Bund will den Ländern helfen, mehr Erzieher für eine bessere Betreuung in den Kitas zu finden. Zusätzlich zu den zugesagten 5,5 Milliarden Euro aus dem Kita-Gesetz will Familienministerin Franziska Giffey (SPD) den Ländern rund 300 Millionen Euro für eine Fachkräfteoffensive geben.

«Wenn wir die Qualität in den Kitas nachhaltig verbessern und den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen sicherstellen wollen, dann brauchen wir dringend auch mehr gut qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher», sagte Giffey den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Derzeit sei der Beruf für viele nicht attraktiv genug.

Die Länder sollen das Geld laut Giffey unter anderem dazu verwenden, angehende Erzieher während der Ausbildung zu vergüten. Bisher werden die ersten beiden Ausbildungsjahre an einer Fachschule nicht bezahlt. Oft müssen angehende Erzieher sogar noch Schulgeld zahlen. Das schrecke viele Bewerber ab. Ohne bessere Bezahlung und Anerkennung werde der Beruf nicht attraktiver werden, sagte Giffey.

Vom neuen Ausbildungsjahr im Sommer 2019 bis 2022 sollen rund 300 Millionen Euro «als Impuls» an die Länder fließen, sagte die Ministerin. Welchen Beitrag die Länder selbst leisten sollen, wurde zunächst nicht klar. «Alle müssen hier ran: Bund, Länder, Gemeinden, Tarifpartner», sagte Giffey lediglich.

Die Funke-Zeitungen zitierten zudem aus einer Prognos-Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, nach der bis zum Jahr 2025 in deutschen Kitas 191.000 Fachkräfte fehlen, bis zum Jahr 2030 seien es 199.000. Demnach ließen sich durch Einführung einer Ausbildungsvergütung 50.000 zusätzliche Schulabgänger für eine Erzieherausbildung gewinnen. Rund 49.000 Fachkräfte bekäme man dazu, wenn mehr junge Leute mit Migrationshintergrund in den Kitas Arbeit fänden, knapp 30.000 Fachkräfte könnte es bringen, wenn man den Männer-Anteil beim Kita-Personal erhöhen könnte.

Giffeys Vorschlag sei deshalb nur ein Tropfen auf den heißen Stein, kritisierte Grünen-Chefin Annalena Baerbock. «Wenn 191.000 Fachkräfte fehlen und mit dem Geld nur 50.000 zusätzliche Schulabgänger für eine Erzieherausbildung gewonnen werden können, dann reicht das bei weitem nicht aus.» Die Arbeit von Erziehern sei belastend, viele fühlten sich ausgebrannt. Deshalb müssten Bund und Länder dringend langfristig für bessere Arbeitsbedingungen in den Kitas sorgen.

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