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Politik Fall Khashoggi. Türkische Ermittler durchsuchen Luxusvillen
Weltgeschehen Politik Fall Khashoggi. Türkische Ermittler durchsuchen Luxusvillen
16:21 26.11.2018
Die türkische Polizei und Spürhunde untersuchen zwei benachbarte Villen südlich von Istanbul. Foto: DHA Quelle: Uncredited
Istanbul

Die Häuser in der Provinz Yalova gehörten zwei saudischen Geschäftsmännern, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Ermittler hätten auch Spürhunde und Drohnen eingesetzt sowie zwei Brunnen in den Gärten der beiden Luxusvillen mithilfe der Feuerwehr entleert.

Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft teilte laut Anadolu mit, einer der Verdächtigen habe einen Tag vor dem Mord an Khashoggi mit einem in Yalova lebenden Saudi Kontakt aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft vermute, dass es dabei um die spätere Beseitigung der Leiche gegangen sei. Unklar blieb, um welche Art von Kontakt es sich handelte. Die regierungsnahe Zeitung «Yeni Safak» berichtete, die Ermittler vermuteten die Leiche Khashoggis auf dem Gelände der Luxusvillen.

Bereits im Oktober hatten die türkischen Behörden ein Gebäude in Yalova durchsucht. Nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan stellten Verdächtige vor dem Mord an Khashoggi nicht näher bestimmte «Nachforschungen» in Yalova an.

Khashoggi war Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet worden. Erst unter immensem internationalen Druck gab Saudi-Arabien die Tötung des im US-Exil lebenden Journalisten zu. Inzwischen häufen sich Hinweise auf eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in den Fall. Saudi-Arabien weist das zurück. Erdogan sieht «höchste Kreise» in Saudi-Arabien involviert.

Auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires, der am Freitag beginnt, könnte es zum ersten Mal nach dem Tod Khashoggis zu einem Treffen zwischen dem Kronprinzen und Erdogan kommen.

Bislang hoffte die Regierung in Rom vor allem mit markigen Sprüchen gegen Brüssel auf schnellen Stimmenfang. Beim sich zuspitzenden Haushaltsstreit mit der EU-Kommission sendet sie nun versöhnlichere Signale. Reicht das, um eine Eskalation abzuwenden?

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