Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Handy-Verbot an Schulen in vielen Bundesländern kein Thema
Weltgeschehen Politik Handy-Verbot an Schulen in vielen Bundesländern kein Thema
22:45 31.07.2018
In deutschen Schulen wird es wohl kein allgemeines Handyverbot geben. Foto: Sven Hoppe Quelle: Sven Hoppe
Berlin

«Ich bin der Überzeugung, dass die Schulen selbst entscheiden sollten, ob es ein partielles oder ein generelles Verbot im eigenen Haus geben soll», sagte der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Thüringens Ressortchef Helmut Holter (Linke).Die meisten seiner Amtskollegen sehen das ähnlich - unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Hamburgs SPD-Bildungssenator Ties Rabe hält das Vorgehen der Franzosen für «Quatsch», und Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) betont: «So eine zentralstaatliche Vorgabe ist uns fremd.» Auch Lehrer und Eltern wollen das Mobiltelefon nicht komplett aus den deutschen Schulen verbannen - zumindest nicht, solange die technische Ausstattung vielerorts von gestern ist.Das französische Parlament hatte am Montag ein sehr weitgehendes Handyverbot für Schulen beschlossen. Das neue Gesetz verbietet grundsätzlich die Nutzung von Mobiltelefonen in allen Vor- und Grundschulen sowie in der Sekundarstufe I.In Deutschland ist es meist nur untersagt, das Smartphone während des Unterrichts zu verwenden. Eine einheitliche Regelung gibt es allerdings nicht, denn die Schulen fallen - anders als im zentralistisch organisierten Frankreich - in die Zuständigkeit der 16 Bundesländer. Und selbst die Ländern regeln solche Fragen nicht immer zentral per Gesetz, sondern überlassen das den einzelnen Schulen und den dort gültigen Hausordnungen.Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) spricht sich dafür aus, dass das auch so bleibt: «Die Schulleitungen entscheiden das ganz individuell, was erlaubt und was verboten wird.» Schulen, die Handys etwa für Recherchezwecke gezielt im Unterricht einbauen wollten, sollten auch die Möglichkeit dazu haben. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht das genauso: «Die Schulleiterinnen und Schulleiter wissen am besten, wie sie vor Ort an ihrer Schule mit dieser Frage umgehen.»Einig sind sich die meisten Bildungspolitiker, der Bundeselternrat und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) darin, dass Handys keine Störungen im Unterricht verursachen dürften und die Schüler auch nicht vom Lehrstoff ablenken sollten.Doch ganz von den Schulen verbannt werden sollen die Mobiltelefone demnach eben auch nicht. Die Schulen seien technisch noch nicht gut genug ausgerüstet, um ganz auf Mobiltelefone zu verzichten, sagt Elternrats-Chef Stephan Wassmuth. Der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann bemängelt ebenfalls die größtenteils «steinzeitliche Ausstattung». Daher müssten Lehrer auf die Mittel zurückgreifen, die Schüler mitbrächten.An Bayern Schulen sind Mobiltelefone derzeit ohnehin nur zu Unterrichtszwecken erlaubt. Ob das so bleibt, wird das kommende Schuljahr zeigen. Dann lässt der bayerische Kultusminister Bernd Sibler (CSU) an den Schulen des Freistaats nämlich mögliche Neuregelungen für eine private Handynutzung testen. Angesichts der rasanten technischen Entwicklung werden sich die Uhren aber auch in Bayern kaum zurückdrehen lassen.Der saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) hält übertrieben strenge Vorschriften deshalb für unrealistisch. «Digitalisierung und die Verwendung mobiler Endgeräte wird nicht vor den Schultoren Halt machen», sagt er.

Von Axel Hofmann und Christine Cornelius, dpa

Washington/Teheran (dpa) - Das überraschende Gesprächsangebot von US-Präsident Donald Trump im eskalierenden Konflikt mit dem Iran ist in Teheran auf Skepsis gestoßen.

31.07.2018

Washington/Alexandria (dpa) - Mit der Auswahl von Geschworenen hat der Prozess gegen den ehemaligen Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, begonnen. Die Jury besteht aus sechs Frauen und sechs Männern, wie die «New York Times» und andere Medien am Dienstag berichteten.

31.07.2018

Gelsenkirchen/Münster (dpa) - Im juristischen Tauziehen um den nach Tunesien abgeschobenen Islamisten Sami A. droht der Stadt Bochum ein Zwangsgeld von 10 000 Euro.

31.07.2018