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Politik Krawalle in Barcelona vor Katalonien-Jahrestag
Weltgeschehen Politik Krawalle in Barcelona vor Katalonien-Jahrestag
15:31 30.09.2018
Katalanische Unabhängigkeitsbefürworter rufen politische Parolen bei einer Kundgebung in Barcelona. Foto: Matthias Oesterle/Zuma Press Quelle: Matthias Oesterle
Barcelona

Barcelona (dpa) - Kurz vor dem Jahrestag des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017 ist es im Zentrum von Barcelona zu Zusammenstößen zwischen Separatisten und der Polizei gekommen.

Katalanische Sicherheitskräfte wurden von den Unabhängigkeitsbefürwortern unter anderem mit Farbpulver attackiert, als sie verhindern wollten, dass diese sich einer Demonstration der Nationalpolizei und der Zivilgarde näherten.

Rund 3000 Beamte der Polizeieinheiten Policía Nacional und Guardia Civil wollten mit einer Kundgebung ihre Kollegen ehren, die im vergangenen Jahr bei dem als illegal eingestuften Referendum in den Wahllokalen im Einsatz waren. Beim Versuch, Bürger an der Stimmabgabe zu hindern, war es damals auch zu Gewalt gekommen.

Die katalanische Polizei hätte eine Kette gebildet, um die Demonstrationen der Separatisten und der zentralstaatlichen Sicherheitskräfte getrennt zu halten, berichteten spanische Medien. Einige der rund 6000 Separatisten hätten dann aber mit Gewalt versucht, die Polizeikette zu durchbrechen, und die Beamten unter anderem mit Farbbeuteln und Eiern beworfen. Sechs Personen seien festgenommen worden, 24 weitere seien leicht verletzt worden, hieß es unter Berufung auf die Behörden.

Am Montag jährt sich zum ersten Mal das Unabhängigkeitsreferendum. Nach der Abstimmung und einem anschließenden Beschluss zur Abspaltung der wohlhabenden Region von Spanien hatte die Zentralregierung in Madrid Katalonien im Herbst 2017 unter Zwangsverwaltung gestellt.

Der damalige Regionalpräsident Carles Puigdemont floh ins Exil nach Belgien. Auch andere Politiker setzten sich ins Ausland ab. Mehrere Minister der damaligen Regionalregierung und weitere Aktivisten der Separatistenbewegung sitzen hingegen weiterhin in U-Haft. Ihnen werden unter anderem Rebellion und Aufruhr vorgeworfen.

Im Dezember waren in der Region Neuwahlen abgehalten worden. Nach dem Amtsantritt der neuen katalanischen Regierung im Mai wurde die Zwangsverwaltung beendet. Aber auch der neue Regionalpräsident Quim Torra besteht auf das «Recht auf Selbstbestimmung» der Katalanen.

Nichts hat die USA in den vergangenen Tagen so entzweit wie der Streit um den Supreme-Court-Kandidaten Kavanaugh. Präsident Trump gerät damit vor den Kongresswahlen im November stark unter Druck. Doch er will den Spieß umdrehen.

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