Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Transparency: Friedrich Merz muss Fragen beantworten
Weltgeschehen Politik Transparency: Friedrich Merz muss Fragen beantworten
10:01 01.11.2018
Friedrich Merz am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zu seiner Kandidatur für das Amt des CDU-Parteivorsitzenden. Foto: Bernd von Jutrczenka Quelle: Bernd Von Jutrczenka

Berlin (dpa) - Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency Deutschland hat sich angesichts der Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Parteivorsitz kritisch über desen Tätigkeiten in der Wirtschaft geäußert.

«Friedrich Merz wird den Mitgliedern der CDU erklären müssen, wie er sich in seinen diversen Funktionen in der Finanzwirtschaft für ein gesellschaftlich verantwortliches Handeln seiner Auftraggeber eingesetzt hat - etwa als Aufsichtsrat der Privatbank HSBC Deutschland, die in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt war», sagte die Transparency-Vorsitzende Edda Müller der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Er muss zeigen, wie er diese Erfahrungen für eine gemeinwohlorientierte Politik einsetzen will.»

Der frühere Unionsfraktionschef Merz arbeitet seit seinem Ausscheiden aus der Politik in einer Anwaltskanzlei und hat mehrere Mandate bei Unternehmen inne. So ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Privatbank HSBC sowie Aufsichtsratschef des Vermögensverwalters Blackrock Deutschland.

Bei dubiosen Cum-Ex-Steuergeschäften waren durch ein Hin- und Herschieben von Aktien EU-weit Finanzämter getäuscht worden. Sie erstatteten Milliardensummen an Steuern zurück, die nie gezahlt wurden.

Am Mittwoch war der US-Vermögensverwalter Blackrock Spekulationen über eine bevorstehende Trennung von Merz wegen dessen Kandidatur für den Parteivorsitz entgegengetreten. «Er bleibt Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock in Deutschland», teilte Konzernchef Larry Fink mit. Die Beziehung zu Merz sei weiterhin hervorragend. «Wenn er nicht Vorsitzender der CDU wird, würden wir es sehr begrüßen, wenn er weiterhin mit Blackrock zusammenarbeitet.»

Zuvor hatte «Spiegel Online» unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass Merz Blackrock mit seiner Kandidatur überrascht habe und die Firma ihn nun loswerden wolle.

Islamabad (dpa) - Einen Tag nach dem Freispruch einer Christin in Pakistan ist es in dem vorwiegend muslimischen Land wieder zu Straßenprotesten radikalislamischer Gruppen gekommen.

01.11.2018

Die Rede ist von «bandenmäßigem Leistungsmissbrauch»: Nur durch falsche Angaben für den Bezug von Hartz IV haben Kriminelle allein im vergangenen Jahr viele Millionen Euro ergattert.

01.11.2018

Seoul (dpa) - Frauen in Nordkorea sind nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hilflos sexueller Gewalt durch Staatsbeamte und Parteifunktionäre ausgeliefert.

01.11.2018