Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Umfrage: Fast 80 Prozent unzufrieden mit Bundesregierung
Weltgeschehen Politik Umfrage: Fast 80 Prozent unzufrieden mit Bundesregierung
19:31 05.07.2018
Angela Merkel, Horst Seehofer und Olaf Scholz bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags. Foto: Kay Nietfeld/Archiv Quelle: Kay Nietfeld
Köln

Der Anteil der Unzufriedenen stieg in der Erhebung von Infratest dimap im Vergleich zum Juni um 15 Prozentpunkte, wie der WDR am Donnerstag mitteilte. Zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung sind nur noch 21 Prozent der Befragten (minus 16).Der unionsinterne Streit um die Zurückweisung von Flüchtlingen schadet Innenminister Horst Seehofer (CSU) wesentlich mehr als Kanzlerin Merkel: Während diese nur 2 Punkte an Zustimmung verliert und auf 48 Prozent kommt, sacken die Werte für den CSU-Chef um 16 Punkte auf 27 Prozent ab - der niedrigste Wert, der für Seehofer im ARD-«Deutschlandtrend» jemals gemessen wurde. Drei Viertel der Befragten (73 Prozent) finden, dass Seehofer die Union mit seinem Verhalten geschwächt habe. Das Gros (70 beziehungsweise 66 Prozent) meint auch, dass CDU und CSU keinen gemeinsamen Kurs haben und Merkel die Union nicht mehr richtig im Griff hat.Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union auf 30 Prozent (minus 1), die SPD unverändert auf 18 Prozent. «Mit zusammen 48 Prozent ist es der geringste Rückhalt in der Wahlbevölkerung, der bisher für Union und SPD gemeinsam im ARD-"Deutschlandtrend" gemessen wurde», hieß es. Mit 16 beziehungsweise 14 Prozent könnten AfD und Grüne je einen Punkt gutmachen. Die Linke verlöre einen Punkt auf 9 Prozent. Die FDP bliebe mit unverändert 8 Prozent kleinste Bundestagsfraktion.Ein Streitpunkt war die Einrichtung sogenannter Transitzentren an der deutsch-österreichischen Grenze. 61 Prozent der Befragten finden diese richtig, 34 Prozent nicht. Doch der Verdruss nimmt zu: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) gab an, dass das Thema Asyl und Flüchtlinge in der aktuellen politischen Debatte zu viel Raum einnehme.

Von dpa

Karlsruhe (dpa) - Anderthalb Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz haben die Ermittler einem Medienbericht zufolge den Hintermann des Attentäters Anis Amri identifiziert.

05.07.2018

Wien (dpa) - Österreich und Deutschland wollen sich dafür einsetzen, gemeinsam mit Italien die Mittelmeer-Route für Flüchtlinge zu schließen.

05.07.2018

Straßburg (dpa) - Das Europaparlament hat Pläne zur Reform des EU-Urheberrechts mit den umstrittenen Upload-Filtern vorerst zurückgewiesen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg dagegen, dass die Verhandlungen über die aktuelle Gesetzesfassung in die nächste Runde mit den Mitgliedstaaten gehen.

05.07.2018