Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Weitere Migranten aus Mittelamerika erreichen US-Grenze
Weltgeschehen Politik Weitere Migranten aus Mittelamerika erreichen US-Grenze
18:41 14.11.2018
Migranten aus Mittelamerika sitzen in Tijuana auf dem Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA. Foto: Eduardo Jaramillo/NOTIMEX Quelle: Eduardo Jaramillo
Tijuana

Tijuana (dpa) - Nach einer Tausende Kilometer langen Reise durch Mexiko haben weitere Migranten aus Mittelamerika den Grenzzaun zu den USA erreicht. Am Mittwoch kamen acht Busse mit rund 300 Menschen in der Grenzstadt Tijuana an.

Sie warten dort in Flüchtlingsherbergen darauf, die Grenze zu überqueren. Bereits am Dienstag waren Hunderte Migranten in Tijuana eingetroffen. Etwa 20 von ihnen kletterten auf den Zaun zwischen Tijuana und San Diego an der Pazifikküste. Die Aktion versetzte die Beamten des US-Grenzschutzes in Alarmbereitschaft, sie griffen allerdings nicht ein.

Nach rund 20 Minuten stiegen die Mittelamerikaner wieder auf der mexikanischen Seite der Grenze hinab. Andere schauten nur durch die Gitterstäbe oder badeten im Meer. Zwischen Tijuana und San Diego teilt der Grenzzaun den Strand und reicht bis in den Pazifischen Ozean.

Er sei glücklich, nur einen Schritt davon entfernt zu sein, die USA zu betreten, sagte José Alfredi Mejía Márquez aus Honduras der Deutschen Presse-Agentur. Er hatte sich vor einem Monat mit der sogenannten Migranten-Karawane in der honduranischen Stadt San Pedro Sula auf den Weg gemacht. Die Migranten fliehen vor der Gewalt durch Jugendbanden und der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Region.

Der Großteil der Gruppe befand sich jedoch noch rund 2400 Kilometer weiter südlich. Die sogenannte Karawane brach dort am Mittwoch in der mexikanischen Stadt Guadalajara auf. Die Gruppe besteht aus rund 5000 Menschen aus Honduras, Guatemala und El Salvador. Ihr Ziel sind die USA. Auf dem Weg dorthin hat sich die Karawane jedoch in kleinere Gruppen geteilt. Wann der Großteil Tijuana erreichen könnte, war weiter nicht klar.

US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche die Regelungen für Asylverfahren an der südlichen US-Grenze verschärft. Der Republikaner ordnete an, dass Migranten, die die Grenze in die USA illegal überschreiten, ein Asylverfahren verweigert werden soll. Die Verfahren wären damit grundsätzlich nur noch an offiziellen Grenzübergängen möglich.

Der Schritt ist höchst umstritten. Mehrere Organisationen hatten bereits zuvor Widerstand vor Gerichten angekündigt. Trump hatte mit dem Thema der illegalen Migration massiv Wahlkampf für die Kongresswahlen vergangene Woche gemacht. Er sprach von einer «Invasion» und überzeichnete die Lage stark. Nach der Wahl äußerte er sich kaum noch zu den Migranten.

Es ist ein Reizthema für Millionen Bundesbürger - auch lange nach der Einführung: Was wird aus Hartz IV? Die SPD ringt mit sich und sucht neue Wege. Von den Grünen kommt nun ein Vorstoß.

14.11.2018

Wer ist der Unbekannte, der jede Woche aus dem Ausland Geld für den Wahlkampf von Alice Weidel geschickt hat? Dafür interessiert sich nicht nur die Bundestagsverwaltung, sondern jetzt auch die Justiz.

14.11.2018

Jetzt wird es ernst für die potenziellen Merkel-Nachfolger: Die Bewerber um den CDU-Vorsitz müssen bei Regionalkonferenzen die Parteibasis überzeugen. Die aussichtsreichsten Kandidaten laufen sich bereits warm.

14.11.2018