CD-Tipp - Das Supertalent
Sie hat mit Herbie Hancock und dem Count Basie Orchestra zusammengearbeitet, der legendäre Quincy Jones gilt als großer Fan von ihr – dabei ist Nikki Yanofski gerade mal 16 Jahre alt. Nun legt die kanadische Sängerin ihr erstes, schlicht „Nikki“ betiteltes Studioalbum vor. Es ist zwischen Jazz und Pop angesiedelt, enthält ein paar klassische Nummern wie „Take The ,A’ Train“, „I Got Rhythm“ oder „Over The Rainbow“ und wird ohnehin nicht als Ikone der Experimentalmusik in die Geschichte eingehen. Aber die Souveränität der jungen Dame, die schon mit 12 beim Montreal Jazz Festival auftrat, ist fraglos sehr beeindruckend, und wenn Fräulein Yanofski mit jugendlichem Schwung in Scat-Passagen einsteigt, sprühen die Funken ganz mächtig. Und die Abgebrühtheit, mit der sie bereits so überproduzierten Monsterkitsch wie die Schlussnummer „I Believe“ zu verkaufen weiß, hat fast etwas Unheimliches. Nikki Yanofski – Nikki (Decca)
Autor: Jörg Worat, geschrieben am: 24.09.2010
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