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CeBus setzt den Rotstift an

Gut 130 Menschen dr‰ngten sich in Sohnemanns Saal, um Fragen und Antworten von CeBus und lokaler Politik zu erhalten. Foto: Gert Neumann

Um kostendeckend zu arbeiten, will die CeBus Strecken zusammenlegen, einige Haltestellen streichen und bei wenig genutzten Linien den Takt herabsetzen.

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CELLE. Stagnierende Einnahmen, explodierende Kosten und weniger öffentliche Gelder: Das sind die Gründe, weshalb das Celler Nahverkehrsunternehmen CeBus nach eigener Aussage derzeit seine Buslinien und Fahrpläne auf den Prüfstand stellt. Am Ende soll eine Einsparung herausspringen, „die uns Luft zum Atmen lässt“, wie es CeBus-Geschäftsführer Jan Behrendt im Ausschuss für Straßenbau und Verkehr formulierte, wo die geplanten Änderungen jetzt vorgestellt wurden. „Fahrpreiserhöhungen sind bislang nicht vorgesehen, aber auch nicht ausgeschlossen“, so Behrendt.

Besonders trifft es die Ortsteile Bostel, Altenhagen und Lachtehausen. Dort soll das Angebot wie berichtet wegen geringer Fahrgastzahlen stark zurückgefahren werden. Die Haltestellen Dorf und Fasanenweg in Altenhagen sollen gestrichen werden, die Haltestelle Feuerwehrhaus in Altenhagen sowie Bostel und der Ostteil von Garßen sollen nur noch im Zweistundentakt von der Linie 8-35 (Eschede) angefahren werden. Durch Lachtehausen hingegen soll künftig stündlich die Linie 2 auf ihrem Weg nach Lachendorf fahren. Bei einer Versammlung in Bostel hatten sich vergangenen Mittwoch bereits etwa 130 Bürger gegen die CeBus-Pläne stark gemacht. „Es herrschte Verständnis für die Verlängerung der Takte, aber die Streichung zweier Haltestellen in Altenhagen ist nicht zu akzeptieren“, sagt Gertrud Hachmöller, Ortsbürgermeisterin der drei Stadtteile.

Aber auch anderswo im Stadtgebiet wird der Rotstift angesetzt: So werden beispielsweise die Linien 4 und 5 Richtung Altencelle zusammengelegt, die Haltestellen Eilensteg und Galgenberg entfallen. Das Gewerbegebiet Bruchkampweg wird nicht mehr angefahren. Im Norden werden Bergen (nicht mehr über Vorwerk) und Hermannsburg stündlich bedient, Faßberg und Hustedt alle zwei Stunden. Nach Winsen fährt der Bus künftig nur noch einmal pro Stunde. In Wietzenbruch werden das Gewerbegebiet sowie die Kaserne nicht mehr angefahren. Im Bereich Westercelle/Neuenhäusen entfallen die Haltestellen Neues Land, Triftweg, Am Holzhof, Mondhagen, Am Brückhorst, Eichkamp, Sandfeld und Rehbockstraße. Im Bereich Neuenhäusen wird eine neue Linie 3 geschaffen, die die Marienwerderallee (ehemals Linie 5) mit anbindet.

Im Fachausschuss warnte Joachim Ehlers (CDU) vor einer „Abwärtsspirale“: „Die CeBus muss sich fragen lassen, was zuerst da war: Die schwache Nachfrage oder das schlechte Angebot.“ Juliane Schrader (Grüne) und Torsten Schoeps (WG) forderten die Stadtverwaltung auf, zum Erhalt des CeBus-Linienangebots „Geld in die Hand zu nehmen“.

Positiv: Bei allen Veränderungen, die ab Mai greifen sollen, werde die Schülerbeförderung weiterhin sichergestellt, so CeBus-Betriebsleiter Carsten Spiegel. Zudem würden die derzeit häufig recht knappen Umstiegszeiten am Bahnhof zum Metronom verbessert, am Schlossplatz soll es hingegen eine kürzere Wartezeit beim Umsteigen geben.
Heiko Hartung Autor: Heiko Hartung, am 30.01.2012 um 17:15 Uhr
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