Partnerschaft FliegerhorstFaßberg + Wietze Damien Helmers aus Wietze lässt sich von dem Piloten Constantin Treue alles genau erklären Foto: Anne Friesenborg

Hunderte Gäste bei Patenschaftsfeier in Wietze

35 Jahre Patenschaft zwischen der Gemeinde Wietze und der 4. Luftfahrzeugtechnischen Abteilung der Bundeswehr aus Faßberg: Das kleine Jubiläum wurde gestern auf dem Wietzer Schützenplatz gefeiert.

WIETZE. Mehrere hundert Menschen kamen, um sich Bundeswehr-Fuhrpark, Luftfahrzeugtechnik und einen Wettkampf der Wietzer Vereine anzusehen. Ein Teil der Faßberger Soldaten kam mit einem Hubschrauber eingeflogen. Spektakulär war die soldatische Modenschau. Drei "Models" führten die Berufsbekleidung der Soldaten vor - von Badehose und Schlappen bis zu Kampfausrüstung und Gasmaske.

Im Jahr 1978 war die Patenschaft gegründet wurden, erklärte der Ratsvorsitzende Dietrich Ziemke, der die Gemeinde vertrat. Der damalige Bundestagsabgeordnete Hans Hubrig und der Vorsitzende des Wietzer Schützenvereins, Arnold Brockmann, hatten die Patenschaft mit der Bundeswehr ins Leben gerufen. Der Schützenverein hatte sie über all die Jahre am Leben gehalten.

Damals ging es darum, den Soldaten zu zeigen, dass sie mitten in der Gesellschaft willkommen seien, erinnerte sich Ziemke. Die Patenschaft heute sei wichtiger denn je, glaubt Oberstabsfeldwebel Jörg-Peter Ruthe. "Mit dem Wegfall der Wehrpflicht haben wir nicht mehr die hohe Frequenz in den Kasernen. Man sieht uns in der Öffentlichkeit weniger", sagte er. Daher seien Patenschaften wichtig. Zwischen Gemeinde, Schützenverein und Bundeswehr gebe es mehrmals im Jahr Treffen - gemeinsame Biwaks, sportliche Schießwettbewerbe oder Ferienpassaktionen. Für Helmut Olbrich, den Vorsitzenden des Wietzer Schützenvereins, ist die Patenschaft auch eine Möglichkeit, die Attraktivität des Schützenwesens darzustellen. "Wir legen Wert darauf, dass auch die jungen Soldaten kommen", sagte er.

Künftig wird beim Wietzer Schützenfest auch ein Soldatenkönig ausgeschossen. Eine Kopie der Scheibe ist in der Gemeinde, das Original ist in Mazar-e Sharif in Afghanistan.

Autor: Simon Ziegler, geschrieben am: 05.07.2013       Artikel drucken