Spukgestalt aus Celle: Mysterium "Weiße Frau"

Beim TV-Sender TLC beschäftigt sich der Schauspieler Sky du Mont mit nicht erklärbaren Fällen. In der sechsteiligen Serie „Haunted – Seelen ohne Frieden“ geht es am Freitagabend um eine weibliche, in Nebel gehüllte Gestalt an der Landstraße.

CELLE. Als 18-Jähriger sitzt Jens Bode mit vier Freunden im Auto auf dem Weg zur Disco. Gegen 23 Uhr fahren sie auf der Landstraße 282 durch das Waldstück „Sprache“, als sie plötzlich eine weiße Frau sehen: Eine in Nebel gehüllte Gestalt mit unscharfen Konturen schwebt über dem Boden. Sofort fragen sich die Jugendlichen gegenseitig, ob die anderen die Gestalt auch gesehen hätten. Sie diskutieren, ob sie zurückfahren sollen, um noch einmal nachzuschauen – doch der Schrecken sitzt zu tief.

In der Vergangenheit kam es auf der L 282 immer wieder zu Autounfällen, wovon viele tödlich endeten. Man erzählt sich, dass dort auch eine Frau starb, die nun dort umherwandert. Keiner weiß, ob sie Autofahrer warnen will oder sie in den Tod locken möchte. „Die weiße Frau“ ist nur ein mysteriöser Fall, mit dem sich die sechsteilige Serie „Haunted – Seelen ohne Frieden“ beschäftigt. Moderator der ersten TLC-Eigenproduktion ist Sky du Mont. Der bekannte Schauspieler verknüpft nicht erklärbare Ereignisse mit Augenzeugenberichten und nimmt die Zuschauer mit auf die spannende Suche nach Mythos und Wahrheit.

„Als wir sie gesehen haben, waren wir der Meinung, sie steht im Nebel. Es war unheimlich. Es war nicht normal“, erzählt Bode, der mittlerweile 53 Jahre alt ist. Der Gasrevisionstechniker sagt: „Zehn Jahre später habe ich einen Freund kennengelernt und ihm meine Geschichte erzählt. Er meinte zu mir: Jens, das habe ich auch erlebt.“ Bode glaubt, dass viele diese Frau gesehen haben: „Aber es gehen nicht viele damit an die Öffentlichkeit.“ Es erschrecke ihn, dass er nach 35 Jahren die weiße Frau so vor Augen habe, als wäre es gestern gewesen: „Das war so beeindruckend, dass es im Gedächtnis geblieben ist.“ Ulrich Makowski ist parapsychologischer Berater. Aus Erfahrung sagt er: „Es passiert sehr häufig, dass Seelen, die einen Unfall hatten, an diesem Ort verbleiben. Sie sitzen vielleicht noch im Auto und wissen nicht, dass irgendetwas passiert ist, gehen aber nicht ins Licht.“ Makowski geht davon aus, dass es sich um eine positive Erscheinung handelt: „Dass es tatsächlich eine Seele ist, die uns vor etwas Schlimmen warnen möchte. Vor allem ihrer schrecklichen Geschichte, vor dem, was ihr selbst zugestoßen ist.“

Autor: Dagny Rößler, geschrieben am: 24.05.2016       Artikel drucken