Zeugen Jehovas in Celle sorgen sich um Glaubensbrüder in Russland

260 Zeugen Jehovas in Celle bangen mit ihren Glaubensbrüdern in Russland. Dort wird am Mittwoch wieder verhandelt, ob die Zeugen Jehovas vom Obersten Gericht verboten werden. Weltweit machen Zeugen Jehovas auf die dortige Entwicklung aufmerksam. "Auch wir in Celle haben eine Protestnote nach Moskau geschickt", erzählt Manfred Pilchowski.

CELLE. Russlands Justizministerium hat beim Obersten Gerichtshof beantragt, „die Religionsorganisation, die Zentrale von Jehovas Zeugen, für extremistisch zu erklären, ihre Tätigkeit zu verbieten und sie aufzulösen“. Außerdem würden sich einzelne Zeugen Jehovas durch ihre bloße Glaubensausübung strafbar machen – zum Beispiel nur wegen Gottesdienstbesuch, gemeinsamen Bibellesens oder Gesprächen mit anderen über ihren Glauben, betont Pilchowski.

"Wir wollen alle rechtlichen Mittel nutzen, um das drohende Verbot zu verhindern", so Pilchowski. In Celle gibt es drei Ortsversammlungen der Zeugen Jehovas, eine davon ist russisch geprägt. Mitglied Johann Semke sorgt sich um seine Familienmitglieder in Russland und hofft, dass die Zeugen Jehovas nicht in den Untergrund gedrängt werden – wie zu den Zeiten des Nationalsozialismus in Deutschland. /p>

Autor: Dagny Rößler, geschrieben am: 18.04.2017       Artikel drucken