Musikspektakel in Helmerkamp begeistert Jung und Alt (mit Bildergalerie)

„Kennen Sie Metallica?“, fragt Gerhard Friedrich. „Solche Musik mag ich.“ Der Hohner ist einer von vielen Besuchern des Helmerkamper Open-Air-Festivals an diesem Samstag. Auf dem Herbstmarktgelände gab es an zwei Tagen musikalisch wieder ordentlich etwas auf die Ohren. „Von Blues über Rock bis Punk“, sagt Organisator Sven Knoop, „ist bei uns alles dabei.“ Das Festival hat mittlerweile Tradition in Helmerkamp: „Inzwischen ist es sogar schon so, dass sich manche Bands bei uns bewerben.“

HELMERKAMP. Auch Friedrich schätzt die große Bandbreite an Künstlern, die auf dem Helmerkamper Festival nun schon im vierten Jahr hintereinander geboten wird: „Ich komme jedes Mal hierher“, erzählt er. „Wegen der Atmosphäre und der Musik – außerdem hat man die Möglichkeit, mal andere Bands kennenzulernen.“

Umsonst und draußen – so lautet das Motto der Veranstalter vom Verein Helmerkamper Open Air. An zwei Tagen im Jahr erwartet die Festival-Besucher ein bunter Querschnitt durch die zumeist regionale Musikerszene. Neben Auftritten von Ella & The Jambrothers – die siebenköpfige Band aus Wietze heizte mit rockigen, poppigen und souligen Coversongs ein –, 3PM aus Celle sowie der Winser Band Largo lieferte am Freitag das Escheder Quintett „Fresch“ Rock zum Feierabend. Am Samstag schaltete das Helmerkamper Open Air dann in eine etwas härtere Gangart: Hier zählten die Escheder Metal-Band Thousand Faces, die Punk-Rocker von Braunschweig Pension, die Jungs von Pure Tonic sowie Jon Sun, Emerson Prime, die Hannoveraner Bandgröße Nikki Puppet und die Akkordeon-Punkband Circus Rhapsody aus Berlin zum abwechslungsreichen Line Up.

Der Eintritt war wie immer kostenfrei. Das Musik-Festival finanziert sich ausschließlich über Sponsorengelder sowie aus dem Verkauf von Speisen und Getränken auf dem Veranstaltungsgelände. Eine tolle Sache, findet Besucherin Karin Alpers. „Ich bin generell gegen Eintrittsgelder, lieber zahle ich 50 Cent mehr fürs Bier.“ Und überhaupt: Dass es in einem kleinen Ort wie diesem ein solches Festival gebe, sei super, fügt die Helmerkamperin hinzu.

Den übrigen Besuchern gefällt die Veranstaltung mitten im Grünen ebenfalls sichtlich: Die Stimmung ist heiter und gelöst, das Publikum – eine Mischung aus Alt und Jung – sitzt auf Bierbänken oder im Gras vor der Bühne. Kinder rennen herum und spielen in der Menge, es wird geklatscht, getanzt und mitgewippt. Gegen 20 Uhr am Samstag ist das Gelände mit Musikfans gefüllt. Und jede Band – egal welche Musikrichtung – wird mit Pfiffen und Applaus für ihren jeweils 45-minütigen Auftritt belohnt. „Ich mag kleinere Festivals viel lieber“, verrät Claudia Giltjes, die auf dem Helmerkamper Open Air in diesem Jahr gemeinsam mit ihrem Vater einen der Catering-Stände betreibt. „Die Leute sind einfach viel entspannter.“

„So ein Festival bringt alle hier im Ort zusammen“, sagt Einwohnerin Wiebke Dwehus, die zusammen mit ihrer Schwester Hanna hinter dem Tresen des Weinstandes auf dem Veranstaltungsgelände steht. „Die Musik ist schön, einfach eine richtig gute Mischung“, ergänzt diese. Hannoveranerin Carina Behrens hat ebenfalls Spaß: „Bei uns in der Stadt gibt es ja oft mal kleinere Open Airs – dass sowas hier in Helmerkamp stattfindet, ist klasse.“ Auch Organisator Sven Knoop ist zufrieden: „Die Leute sind begeistert, das Wetter spielt auch mit – also alles super!“

Autor: Christina Matthies, geschrieben am: 18.06.2017       Artikel drucken