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Edle Rosse und historische Kutschen

Pferdenarren und Liebhaber von historischen Kutschen sind beim CIAT in Celle voll auf ihre Kosten gekommen. Das Celler Landgestüt fungierte bereits zum siebten Mal als Gastgeber der Pferdesportveranstaltung, bei der das Publikum zurück in die Zeit geführt wurde, als sich die Menschen noch vornehmlich mit Pferdewagen fortbewegten.

CELLE. Zum Auftakt vor dem Celler Schloss stellten sich am Samstag alle Teilnehmer vor. Nacheinander fuhren die Kutschen, die alle über 100 Jahre alt sind, den Schlossberg hinauf, wo sie von Preisrichtern aus Österreich und England bewertet wurden. Mehrere hundert Zuschauer ließen sich den Anblick der edlen Pferde und der nostalgischen Gefährte nicht entgehen. Am Sonntag kamen noch einmal viele Besucher ins Landgestüt, wo die Teilnehmer nach einer morgendlichen Ausfahrt einen Hindernisparcours bewältigen mussten.

Axel Brockmann, Leiter des Celler Landgestüts, erklärte vor dem Schloss jedes einzelne Gespann mit viel Liebe zum Detail und erläuterte den Zuschauern, worauf es bei der Bewertung durch die Jury ankommt. "Der Charme der alten Fahrzeuge soll bei der Restaurierung erhalten bleiben. Das heißt, dass möglichst viel Originalteile verwendet werden." Die Sicherheit im Straßenverkehr ginge allerdings vor, betonte Brockmann, als er bei einem Landauer aus dem Jahre 1905 darauf hinwies, dass bei der Kutsche Bandbremsen eingebaut worden seien.

Die Zuschauer waren begeistert. "Das ist sehr traditionell und sehr, sehr schön", meinte Gabriele Bechstein, Pferdezüchterin aus Wietze, die darauf hinwies, dass auch die Kleidung der Teilnehmer aus der entsprechenden Zeit stammen müssten. Dirk Goeze, Lebensgefährte von Bechstein, nennt selbst auch eine Kutsche sein eigen. "Ich fahre aber nur als Hobby. Das hier ist sehr speziell und sehr aufwändig. Vielleicht heben wir uns so etwas für das Rentenalter auf."

Autor: Gunther Meinrenken, geschrieben am: 27.08.2017       Artikel drucken