Viele neue Eindrücke gesammelt: Der Männergesangverein Wienhausen besuchte interessante Städte am Rhein. Foto: Fremdfotos/eingesandt

Männergesangverein Wienhausen am Rhein unterwegs

Reisen bildet – diesen Satz werden die Mitreisenden des Männergesangvereins Wienhausen und ihre Partnerinnen sicher unterschreiben. Bei einer dreitägigen Busreise Ende September in den Kölner Raum wurde bei bestem Wetter viel Sehens- und Hörenswertes geboten.

Wienhausen.

Beim gemeinsamen Frühstück auf einem Rastplatz packten alle mit an und ließen es sich munden, bevor das erste Etappenziel in Wuppertal erreicht wurde. Im restaurierten „Kaiserwagen“ schwebte die Reisegruppe mit der Bahn über die Wupper. Das am 1. März 1901 in Betrieb gegangene Verkehrsmittel hat sich aufgrund der Enge im Wuppertal bewährt und gewinnt immer mehr an Bedeutung, was sich in steigenden Fahrgastzahlen ausdrückt. Staufrei führt die Schwebebahn über rund 13 Kilometer mit 20 Stationen und verbindet die unterschiedlichen Stadtteile miteinander.

Danach erreichten die Reisenden ohne Stau das gebuchte Hotel in Leverkusen. Am Abend erwarteten sie die Mitglieder des befreundeten „Männerchors Germania Opladen“ in ihrem Vereinsheim zu einem stimmungsvollen Abend. Viele Frauen des Chores hatten liebevoll und gut gekocht und alle Beteiligten verwöhnt. Die Stimmung wurde noch gesteigert durch die Liedvorträge der Gastgeber und stimmungsvolle Beiträge nach rheinischer Art durch den mit 86 Jahren jung gebliebenen ehemaligen „Prinz Kurt“ von Leverkusen, der auch zum Chor gehört.

Er, Kurt Stichnoth, führte die Gruppe am nächsten Morgen durch seine Heimatstadt und zeigte mit viel Detailwissen die besonders sauber erhaltenen ersten Siedlungen der Arbeiter und Angestellten des größten Arbeitgebers der Region. Die Bayer-Werke als „Global-Player“ prägen nicht nur das Stadtbild, sondern sind auch Förderer von Sport und Kultur. Unerwartet viel Grün zieht sich durch die alten Stadtteile bis hin zum Rhein. Stichnoth hat sich einen Namen in der Stadt dadurch verschafft, dass er sich für Brauchtum und Kultur immer noch engagiert und mit zum Gelingen der Landesgartenschau in seiner Heimatstadt beitrug.

Nur wenige Kilometer entfernt, wurde die Reisegruppe danach mit dem Bus und später zu Fuß durch Köln von einer versierten Stadtführerin begleitet. Ein „Schnelldurchgang“ durch den Dom durfte nicht fehlen, obwohl Tausende aus aller Welt die gleiche Idee hatten. Die Domplatte war so voll, dass jedermann einen Eindruck von den Ereignissen in der Silvesternacht erahnen konnte. Das Leben in der Altstadt der Millionenmetropole war sehr quirlig und die vielen Kölsch-Gaststätten hatten reichlich Publikum, ebenso wie am Rheinufer.

Die sommerlichen Temperaturen in der Ebene und die kalten Nächte hatten zur Folge, dass der Gruppe am darauf folgenden Vormittag zunächst der Nebel auf dem Drachenfels die Sicht auf Vater Rhein und das Siebengebirge nahm. Doch die Sonne gab mit ihrer Kraft bald den Blick frei, der von allen genossen wurde.

Mit vielen Eindrücken und Wissenswertem – Reisen bildet eben doch –begann die Rückfahrt, die mit großem Dank und Anerkennung an das Organisationsteam um Ehepaar Alpers in der Klostergemeinde endete.

Autor: Otto Munzel, geschrieben am: 19.10.2017       Artikel drucken