"Eine moderne Schule sein": Der neue Leiter Torsten Draeger – hier mit Drittklässlern auf dem Schulgelände – ist von der Einrichtung in Adelheidsdorf sehr angetan. Foto: Michael Schäfer

Neuer Chef an Grundschule Adelheidsdorf

Die Grundschule Adelheidsdorf hat seit diesem Schuljahr wieder einen Rektor. Torsten Draeger, 52-jähriger Pädagoge aus Becklingen, hat die Leitung des Hauses übernommen. Er ist zunächst als kommissarischer Schulleiter tätig, doch Draeger will langfristig bleiben, wie er im Gespräch mit der CZ deutlich machte.

ADELHEIDSDORF. Nachdem die langjährige Schulleiterin Christiane Gebauer Mitte 2016 in den Ruhestand gegangen war, war die Stelle ein Jahr nicht besetzt. Mehrfach hatte die Landesschulbehörde die Stelle vergeblich ausgeschrieben. Die Wathlinger Grundschulrektorin Susanne Adolph musste daher das Haus in Adelheidsdorf vorübergehend mitbetreuen. Mit dem Problem stand Adelheidsdorf nicht alleine da. Auch an anderen Grundschulen im Kreis Celle, zum Beispiel in der Samtgemeinde Flotwedel, ist es zum Teil sehr schwierig, die Leiterstellen zu besetzen.

Adelheidsdorf hat dieses Problem nicht mehr. Torsten Draeger ist sehr zufrieden an seiner neuen Wirkungsstätte. „Sehr gutes Kollegium, freundliche Kinder“, fasst er das Wichtigste zusammen. Angetan ist er auch vom großen Außengelände der Grundschule.

Draeger kommt ursprünglich aus Ostfriesland. Nach dem Studium in Hannover arbeitete er 20 Jahre als Lehrer an der Eugen-Naumann-Hauptschule in Bergen, wo er vor allem Chemie, Mathe und Physik unterrichtete. Nach einem Intermezzo an der Grundschule Wietzendorf im Heidekreis zog es ihn jetzt in den Celler Südkreis.

An der Leitung einer Grundschule reizten ihn die gestalterischen Möglichkeiten. „Mir macht es Spaß, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Draeger, auch wenn er in einem Haus ohne Konrektor zahlreiche bürokratische Aufgaben übernehmen muss. „Man weiß morgens nicht, was bis abends passiert“, sagt er. Neben dem „Kerngeschäft“ Unterricht müssen etwa Arbeitspläne erstellt werden. Eine Schulsozialarbeiterin managt den Ganztag.

Sein Ziel ist es, „im kleinen Rahmen eine moderne Schule zu sein“. Dazu gehöre beispielsweise eine neue Homepage. Das größte Thema in den kommenden Jahren dürfte aber der angekündigte Umbau des Gebäudes sein, den der Wathlinger Samtgemeinderat im September beschlossen hatte. Viele Details sind noch unklar. Fachleute sollen ermitteln, was in dem Gebäude alles gemacht werden muss.

In der Adelheidsdorfer Grundschule fehlt ein Klassenraum. Auch Fachräume und Besprechnungszimmer in dem Altbau gibt es zu wenige, sagt der neue Chef. Als Notlösung wurden zwei Arbeitsräume zu einem Klassenraum umfunktioniert. Die Schule ist seit diesem Schuljahr durchgehend zweizügig. 126 Kinder besuchen inzwischen die Einrichtung. Adelheidsdorf boomt, immer mehr junge Familien ziehen in die Gemeinde.

Autor: Simon Ziegler, geschrieben am: 25.10.2017       Artikel drucken