Foto: Michael Schäfer

Kunst mit gehöriger Portion Sarkasmus

Im Rahmen der Aktion „Kunst – hier auch!“ zeigen noch bis zum 5. November rund 100 Künstler in den Geschäften der Celler Innenstadt eine Auswahl ihrer Werke. Die Cellesche Zeitung stellt in einer kleinen Serie einige der Künstler vor. Heute: Horst G. Brune.

CELLE. Ein wenig Spott, ein wenig Ironie – und dabei stets auch immer ein Augenzwinkern: Das zeichnet das Werk von Brune aus. „Alle meine Arbeiten sollen dem Betrachter Geschichten erzählen, meist mit fröhlicher Kritik an der Gesellschaft und einer ordentlichen Portion Sarkasmus“, erklärt Brune. So auch das Bild, das er kurzerhand „Laternentanz in der Bahnhofstraße“ getauft hat: „Es zeigt die wunderhübschen Damen des gemeinnützigen Tabledance-Vereins, die nach dem Brand der Turnhalle Burgzentrum an den Straßenlaternen der Stadt trainieren müssen, weil nichts passiert.“

Der vielseitige Künstler initiiert mit Vorliebe Spaßguerilla-Art-Aktionen im öffentlichen Raum, in Galerien und Museen. „Ich habe fünfmal auf der documenta in Kassel ausgestellt, und natürlich auch auf der letzten, ohne eingeladen worden zu sein“, schmunzelt er. Nur bei einer Sache wird er ernst: „Ich nehme nichts für meine Kunst. Wenn mir jemand ein Bild abkauft, spende ich das Geld für eine MS-Stiftung. Das ist mir sehr wichtig.“

Autor: Christina Matthies, geschrieben am: 01.11.2017       Artikel drucken