Kreisausschuss lehnt Oberstufe an Celler IGS ab

Es sieht schlecht aus für die Befürworter einer Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Celle: Am Donnerstag hat sich der Kreisausschuss des Kreistages mit dem heiß diskutierten Thema befasst. Das Ergebnis fiel wie schon zuvor im Schulausschuss aus. Der Kreisausschuss lehnt die Einführung einer Oberstufe ab, teilte die Verwaltung nach der Sitzung mit.

CELLE. Zum genauen Abstimmungsergebnis der Politik wurde nichts bekannt, der Kreisausschuss tagt immer hinter verschlossenen Türen. Man darf wohl davon ausgehen, dass intensiv diskutiert wurde – das Thema bewegt seit Tagen die Gemüter.

Im Schulausschuss hatten sich vergangene Woche CDU, FDP, WG und AfD gegen die Oberstufe an der IGS ausgesprochen, um die Gymnasien nicht zu schwächen. Endgültig ist das Votum der Politik noch nicht. Der Kreistag wird am 19. Dezember – dann wieder in öffentlicher Sitzung – abschließend eine Entscheidung treffen.

Zweite Gesamtschule: Der Kreisausschuss hat sich gestern auch mit der Frage einer zweiten Gesamtschule im Kreis Celle beschäftigt. Das Gremium sprach sich gegen eine weitere Gesamtschule aus. Auch dieses Votum kommt nach der Abstimmung im Schulausschuss nicht überraschend. Der Fachausschuss hatte mit den Stimmen der konservativen Mehrheit empfohlen, an der vorhandenen Schulstruktur festzuhalten. Der SPD-Antrag wurde nur von den Grünen unterstützt. Die Sozialdemokraten fordern die Errichtung einer zweiten Gesamtschule, da die Celler IGS nicht alle Schüler aufnehmen kann, die sich anmelden. Das hat zur Folge, dass jedes Jahr ein Losverfahren durchgeführt wird. In diesem Jahr wurden 69 Schüler abgelehnt.

Schulbezirke: Wie es mit den Schulbezirken weitergeht, bleibt abzuwarten. Der Kreisausschuss stellte das Thema bis zur nächsten Sitzung zurück. Die Gründe sind nicht bekannt. Es geht darum, im Kreis Celle Schulbezirke einzuführen, um die Kinder je nach Wohnort einer Oberschule zuzuordnen. Bisher pendeln beispielsweise viele Schüler aus Bergen nach Hermannsburg. (siz)

Autor: Simon Ziegler, geschrieben am: 16.11.2017       Artikel drucken