Neues und Traditionelles boten die 54 Aussteller in der Oberschule Hermannsburg. Wie immer galt eine Vorgabe: Alles muss selbst gefertigt sein. Foto: Oliver Knoblich

Von Einhorn-Marmelade bis Origami: Hermannsburger Hobbymarkt lockt Besucher an

Kerstin Paulini ist fasziniert. „Einhorn-Marmelade“, fragt die Besucherin aus Faßberg Standbetreiberin Christa Niemeyer neugierig, „was ist das denn?“. „Erdbeere mit Marshmallows“, kommt postwendend die Antwort. „Toll“, freut sich Paulini, „die nehme ich meiner Tochter mit – das wird ihr gefallen.“

„Man muss mit dem Trend gehen“, schmunzelt Niemeyer. „Mädchen stehen eben gerade auf Einhörner.“ Die Marmeladenköchin ist eine der 54 Aussteller, die am Samstag beim 44. Hobbymarkt in der Hermannsburger Oberschule mit von der Partie waren. „Ich probiere immer was Neues aus“, verrät Niemeyer. „Gerade versuche ich mich an Marmelade im Regenbogen-Look.“

HERMANNSBURG. Seit mittlerweile 22 Jahren gibt es den Hermannsburger Hobbymarkt – hier können sich die Besucher schon im November mit vielen kreativen Geschenk- und Dekoideen auf die Weihnachtszeit einstimmen. „Manche warten schon vor der Tür, wenn wir morgens um zehn Uhr aufmachen“, sagt Organisator Ralf Schmidt mit einem kleinen Augenzwinkern. „Besonders die Adventsgestecke sind beliebt.“

Neben adventlicher Floristik aus Natur- und Kunstmaterialien warteten unter anderem Handtaschen, gehäkelte Patchworkdecken, Fensterbilder, Papierarbeiten, Ohrringe, Ketten, Seifen, Kerzen, Weihnachtsbaumschmuck sowie Metall-, Holz- und Keramikarbeiten auf all diejenigen, die Handgemachtes zu schätzen wissen. Denn das ist das Besondere am Hermannsburger Hobbymarkt: Nur Selbstgefertigtes darf verkauft werden. „Es muss Handarbeit sein“, betont auch Schmidt.

Corina Knoop stellt zum ersten Mal in Hermannsburg aus. „Es ist überhaupt eine Premiere für mich, dass ich auf einem solchen Markt verkaufe“, sagt die Cellerin, die Origami mit Büchern macht. Bei dieser Art des Upcyclings werden aus den Seiten gebrauchter Bücher Motive oder auch Schriftzüge gefaltet – ein absoluter Hingucker. „Ich habe so ein Deko-Objekt in meinem letzten Urlaub in einer bayrischen Gaststätte entdeckt“, erzählt sie. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich im Internet recherchiert habe, wie man das nachbasteln könnte.“

So viel Einfallsreichtum kommt an, auch bei Familie Busch aus Wietzendorf, die den Hermannsburger Hobbymarkt eigentlich jedes Jahr besucht. Drei Generationen – Großmutter, Mutter und Tochter – schlenderten am Samstag einträchtig durch die Reihen der Stände in der Oberschule am Örtzepark. „Wahnsinn, wie kreativ die Leute hier sind“, sagen die drei einhellig.

Autor: Christina Matthies, geschrieben am: 26.11.2017       Artikel drucken