Gesundheit ist den Cellern für das kommende Jahr besonders wichtig. Foto: Bernd Weissbrod/dpa (Archiv)

Gesundheit führt Liste der Celler Neujahrswünsche an

Wenn die Sektkorken knallen und die Feuerwerksraketen den nächtlichen Himmel erleuchten, hat das neue Jahr begonnen. In der Nacht zu Montag ist es soweit: 2018 beginnt – und mit Neujahr ist auch die Zeit der kleinen und großen Wünsche für die Zukunft gekommen. Doch was prosten sich die Celler da eigentlich so zu? Nur ein schlichtes „Prost Neujahr!“ ist doch reichlich knapp.

CELLE.

Gesundheit und Frieden sind vielen Menschen besonders wichtig, wie eine CZ-Umfrage ergeben hat. Dabei denken die meisten aber nicht nur an ihr persönliches Umfeld, sondern sie machen sich auch um die weltweite Sicherheitslage Gedanken. „Ich wünsche mir, dass im Nahen Osten endlich Ruhe einkehrt“, sagt der Celler Henning Buchhagen (67).

Christoph Huber aus Nürnberg ist über die Feiertage zu Besuch in der Residenzstadt. Auch den 30-Jährigen treibt die politische Lage in Deutschland und der Welt um. „Wir sind an der Schwelle zu einem Krieg“, meint er besorgt. Im eigenen Land müsse die künftige Bundesregierung mehr für soziale Gerechtigkeit tun. „Es gibt zu viele Obdachlose“, sagt er.

Der 70-jährige Harald Narjes macht sich hingegen Gedanken um Celle. Besonders die Verkehrssituation in der Residenzstadt ist für ihn ein großes Thema. „Der Umbau der Hehlentorstraße ist gut gelöst“, erzählt er. Nun hofft er, dass der geplante Ausbau des Nordwalls ebenfalls gelingt. „Celle ist eben ein Nadelöhr“, sagt Narjes relativ gelassen.

Stadtentwicklung ist auch unter bekannten Cellern von Bedeutung: Sänger Moritz „Mutz“ Hempel etwa wünscht sich, die Stadt nachhaltig zu beleben. Beispielhaft stellt er „eine schöne Hochschule oder Universität mit Campus an der Hohen Wende“ heraus. Man darf ja schließlich noch träumen ...

Auch wenn es um die persönlichen Wünsche geht, plaudern viele Passanten in der Innenstadt munter drauf los. Die einen denken an die bevorstehende Hochzeit und den Familiennachwuchs, die anderen sehnen bereits die nächste kleinere Auszeit herbei. „Ich freue mich schon auf den Italien-Urlaub zusammen mit meiner Freundin“, berichtet Huber.

Auch wenn die Gesundheit dem ein oder anderen Befragten zu schaffen macht, zeichnet sich ab: Im Großen und Ganzen sind die meisten Celler mit ihrer Lebenssituation zufrieden. Wozu etwas ändern? Man kann sich also auch einfach wünschen, dass alles bleibt wie es ist.

Autor: Carsten Richter, geschrieben am: 29.12.2017       Artikel drucken