Foto: Feuerwehr Celle

Hausbrand an Hüttenstraße: Gelagertes Kaminholz in Brand gesetzt

Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr entstand beim Hausbrand an der Hüttenstraße nur ein Sachschaden in Höhe von 30.000 Euro. Nun ermittelt die Polizei wegen vorsätzlicher Brandstiftung und sucht Zeugen. War in Klein Hehlen ein Serientäter unterwegs?

KLEIN HEHLEN. Das Jahr 2018 war gerade etwas mehr als 24 Stunden alt, als die Freiwillige Feuerwehr Celle-Hauptwache zu ihrem ersten großen Einsatz an der Hüttenstraße ausrückte. „Das war kein guter Start ins neue Jahr“, betont der Bewohner des betroffenen Einfamilienhauses. „Ich habe gerade Fernsehen geschaut, als ich durchs Fenster die Flammen hochschlagen sah.“ Mehr wollen die Brandopfer gegenüber der CZ nicht sagen, zu tief sitzt noch der Schock. Sie sind froh, dass sie schnell das Haus verlassen haben und niemand verletzt wurde.

Als die Feuerwehr an der Hüttenstraße eintraf, brannte ein Gebäudeanbau aus Holz in voller Ausdehnung, der eigentlich als Hochterrasse mit Überdachung genutzt wird. „Aufgrund der Brandentwicklung war es zu einem Flammenüberschlag auf einen Balkon im Obergeschoss sowie auf den Dachstuhl gekommen“, erläutert Feuerwehrsprecher Florian Persuhn. „Die Fenster im Erdgeschoss und Obergeschoss waren geplatzt.“

Am Tag danach riecht es in der Straße noch nach verbranntem Holz. Ein Nachbar erzählt, wie er auf den Brand aufmerksam wurde: „Ich habe mich gerade in meinem Bett umgedreht, als ich mich fragte, warum es plötzlich so hell im Zimmer war.“ Er stürmte nach draußen und rief zeitgleich mit einem weiteren Anwohner die Feuerwehr. „Die Einsatzkräfte waren ruckzuck da, als das Feuer richtig in Gang gekommen ist", so der Nachbar weiter.

Unter schwerem Atemschutz kämpften die Kameraden rund eine Stunde lang gegen die Ausbreitung der Flammen im Gebäudeinneren und auf den Dachstuhl. „Da wir so früh eingetroffen sind, konnten wir Schlimmeres verhindern, sodass das Wohngebäude wenig in Mitleidenschaft gezogen wurde“, so Persuhn. Trotz alledem entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Durch das viele Löschwasser können zwei Zimmer vorerst nicht mehr genutzt werden.

Polizeisprecher Guido Koch sagt: „Erste Ermittlungen am Brandort sprechen dafür, dass unter der Terrasse gelagertes Kaminholz in Brand gesetzt wurde und sich das Feuer danach ausbreitete.“ Dass das Feuer durch eine Rakete oder Böller entfacht wurde, hält Koch für unwahrscheinlich: „Damit kann man vielleicht eine Papiertonne in Brand setzen, aber mehr nicht.“ Deswegen ermittelt die Polizei nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Anfang November startete die Polizei Celle einen großen Zeugenaufruf, um einen Serien-Brandstifter zu fassen. Dieser soll vier Autos im Hehlentorgebiet mit Brandbeschleuniger angezündet haben. Damals hieß es, dass sich die Polizei vorstellen könne, dass die Taten mit Fällen aus dem Jahr 2016 zusammenhängen könnten, in denen an der Hüttenstraße und auf dem Schützenplatz Fahrzeuge angezündet worden seien. „Ich kann nicht sagen, ob zum aktuellen Gebäudebrand ein Zusammenhang besteht“, so Koch.

Autor: Dagny Siebke, geschrieben am: 02.01.2018       Artikel drucken