Bei einer szenischen Stadtführung ließ die VHS-Theatergruppe die Celler Geschichte lebendig werden. Am 21. April ist es wieder so weit. Foto: Christian Link

Am Mittwoch ist Anmeldestart für 750 Kurse

Vor 70 Jahren startete die Volkshochschule Celle (VHS) mit 25 Kursen. „Das war noch eine andere Zeit“, erzählt VHS-Leiterin Liliane Steinke. Damals wollten viele Teilnehmer „Steno“ lernen und schneller beim „Maschineschreiben“ werden. Es gab Vorträge und Leserunden. Im ersten Halbjahr 2018 kommt die VHS nun auf 750 verschiedene Angebote. Viele Teilnehmer wollen gemeinsam nähen oder basteln, sich mit dem Lernen einer Fremdsprache geistig fit halten, etwas für ihre Work-Life-Balance tun oder sich beruflich weiterbilden.

CELLE. Manche Celler gönnen sich mit der VHS eine kleine Auszeit und verreisen. „Tagsüber die Fjorde Norwegens fotografieren und abends die Bilder auf der Leinwand anschauen“, so beschreibt Steinke das Konzept der Fotoferien. Sechs Gruppen werden jeweils eine Woche lang auf dem Großsegelschiff unterwegs sein.

Am 16. Dezember 2017 jährte sich der Auschwitz-Erlass zum 75. Mal. Dieser ordnete die reichsweite Deportation von Sinti und Roma nach Auschwitz an. „Wir nehmen das zum Anlass, uns mit der Kontinuität des Rassismus gegen Sinti und Roma auseinanderzusetzen“, so Steinke. Dazu sind eine Ausstellung, ein Filmabend und ein Vortrag geplant.

„Gerade im kulturellen Bereich haben wir eine sehr aktive Szene“, betont Steinke. Die „Creative Writers“ treffen sich bereist seit drei Jahren, um gemeinsam Texte zu erarbeiten und Lesungen vorzubereiten. Im vergangenen Jahr ließ die VHS-Theatergruppe die Celler Geschichte bei einer szenischen Stadtführung lebendig werden, 2018 ist es am Samstag, 21. April, wieder so weit.

„Bei den Gesundheitskursen sind weniger die klassischen Gymnastikkurse gefragt, sondern viele Work-Life-Balance-Themen wie Achtsamkeit“, sagt Steinke. Bei den Fremdsprachen sind wieder Portugiesisch und Türkisch im Kommen.

Im beruflichen Bereich wollen die Celler immer mehr sich durch Zusatzqualifikationen aneignen. „Es geht immer mehr um die Nutzung von Sozialen Netzwerken für Marketing-Zwecke, aber auch um neue Software für 3-D-Drucker“, erläutert Steinke.

Bei der Jungen VHS wollen wir den Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahre mehr anbieten“, so Steinke. So können sich Schüler besser auf anspruchsvolle Matheprüfungen oder Facharbeiten vorbereiten.

Autor: Dagny Siebke, geschrieben am: 09.01.2018       Artikel drucken