Kristofer Hellmann hat jetzt seinen ersten Band „Weltenbund“ der „Zeitenstrahl-Saga“ herausgebracht. Foto: David Borghoff

Tolkiens Erbe: Junger Debütautor aus Celle erschafft Weltenepos

Eine fantastische Welt von der Größe Europas hat Kristofer Hellmann erschaffen. In seinem Debütroman "Der Weltenbund" hat der Jungautor aus Celle den Grundstein für seine mehrteilige "Zeitenstrahl-Saga" gelegt.

CELLE. Das komplexe Gebilde bestehend aus verschiedenen Welten, Königshäusern, Menschen und magischen Wesen baut Hellmann behutsam auf. "Oft werden Leser vom Erzählstil in der Fantasyliteratur erschlagen", sagt der 27-Jährige. Daher habe er sich im ersten Band der Fantasyreihe dazu entschlossen, den Schwerpunkt auf die Charakterentwicklung zu setzen. Gemeinsam mit den unterschiedlichen Figuren entdeckt der Leser die magische Welt. Seine sprachliche Wandlungsfähigkeit zeigt Hellmann, wenn er immer wieder zwischen den Figuren wechselt: mal trotzig, dann wieder tollkühn oder kindlich – der Autor gibt seinen Figuren die jeweils passende Stimme.

"Es ist keine einfache Reise von einem Ort zum anderen", sagt der Jungautor. Im Zentrum steht der junge Kämpfer Ambar auf dessen Schultern das Schicksal eines gesamten Reiches liegt. Das Königreich Nyss wird durch ein Bündnis zwischen den sadistischen Delmori und den hünenhaften Thraks bedroht – das Kräfteverhältnis droht gefährlich aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Die Grundgeschichte des ersten Bandes hatte der damals 17-Jährige bereits in gebundener Form herausgebracht – die "Originalfassung" sieht sich Hellmann noch heute gerne an. Um den Überblick über Figuren, Sprachen, Konstellation und Handlung zu behalten, benutzt der Autor ein Wikipedia-Programm. "Da muss ich tatsächlich auch manchmal etwas nachschauen", verrät Hellmann, der seine Buchhändler-Lehre bei Decius in Celle abgeschlossen hat. Für den Leser hat der 27-Jährige einen umfassenden Anhang beigefügt, der Begriffe, Stammbäume, Schauplätze und chronologische Datierungen aufführt.

Auf den Spuren seiner literarischen Vorbilder J. R. R. Tolkien und Bernhard Hennen, verwebt Hellmann klassische Fantasy mit charakteristischen Stilelementen des Krimis, Thrillers oder historischer Romane. Angelehnt an die eigens von "Herr der Ringe"-Autor Tolkien entwickelte Sprache, hat der Jungautor acht verschiedene Sprachen geschaffen, die jeweils auf einer eigenen Schrift und Grammatik fußen. Das 600-seitige Buch ist bei Decius und Amazon für 17,90 Euro erhältlich.

Autor: Katharina Baumgartner, geschrieben am: 19.01.2018       Artikel drucken