Neue Pastorin für Eschede: die 30-jährigeFranziska Baden aus Bad Bevensen. Foto: David Borghoff

Franziska Baden gibt Escheder Jugendlichen eine Stimme

Umzug, erster Arbeitstag und eine Besprechung über die Jahresplanung: Diese Woche ist für Franziska Baden, die neue Pastorin der Gemeinde Eschede, der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Die Ordination am Sonntag rundet dann die erste Woche perfekt ab. "In die Dienstgemeinschaft der Pastoren aufgenommen zu werden, ist eine einmalige Sache", sagt Baden.

ESCHEDE. Seit ihrem Theologiestudium in Göttingen und Bonn nebst dem Vikariat außerhalb von Göttingen arbeitet die 30-Jährige auf dieses Ereignis hin. Zusammen mit ihrem Mann, der gerade an der Uni Göttingen promoviert, wagte sie nun den nächsten Schritt. "Durch Eschede bin ich immer auf dem Weg nach Hause durchgefahren. Jetzt war es Zeit mal anzuhalten", sagt Baden lachend. Gebürtig kommt sie aus der Heide und ist in Bad Bevensen aufgewachsen. Nach ihrem Abitur war sie mit dem Hermannsburger Missionswerk ein Jahr in Südafrika, wo sie in einem Internat für Kinder mit Behinderung und in einem Kinderheim arbeitete.

Der neuen Pastorin liegt besonders die Konfirmanden- und Jugendarbeit sehr am Herzen. Als Jugendliche war sie selbst in ihrer Kirchengemeinde sehr aktiv und gründete zusammen mit ihren Freunden eine Jugendgruppe. "Die Kirche hat uns ein kleines Haus zur Verfügung gestellt, das wir dann gemeinsam renoviert und eingerichtet haben", erinnert sich Baden. In der Gemeinde Eschede hofft sie mehr Angebote für Jugendliche – wie zum Beispiel ebenfalls einen eigenen Ort – zu schaffen. Außerdem wünscht sie sich, dass die Jugend eine Stimme bekommt und die Gemeinde mitgestaltet. "Sie sind unsere Zukunft und müssen alle Entscheidungen, die wir heute treffen, später tragen. Deshalb sollten wir sie schon jetzt mit ins Boot holen", so Baden.

Zunächst werde sie sich aber darauf fokussieren, die Gemeinde kennen zu lernen und sich einzufinden. "Ich wünsche mir, dass wir alle die Zukunft mitgestalten. Ich bin nur ein Teil der Gemeinde." (als)

Autor: Audrey-Lynn Struck, geschrieben am: 02.02.2018       Artikel drucken