Der tödliche Unfall vom 19. September 2016 in Nienburg hatte nun ein gerichtliches Nachspiel. Foto: Christian Butt

Celler stirbt bei Horrorcrash in Nienburg: Bewährung für Unfallfahrer

Nach dem tödlichen Unfall in den Nienburger Innenstadt, bei dem auch ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Celle gestorben ist, hat das Nienburger Schöffengericht den Unfallfahrer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

NIENBURG. Den Einsatzkräften zeigte sich am am 19. September 2016 in Nienburg ein Bild des Schreckens: Bei einem schweren Verkehrsunfall vor einem Tunnel in der Innenstadt war ein Mercedes mit Celler Kennzeichen in ein Brückengeländer gekracht. Teile des Geländers durchbohrten den Wagen und töteten zwei Fahrzeuginsassen – einen 23-Jähriger aus dem Landkreis Celle und einen 37-jähriger Mann aus Nienburg. Ein dritter Mitfahrer wurde schwer verletzt, der 41-jährige Fahrer des Unfallfahrzeugs erlitt leichte Verletzungen. Fast eineinhalb Jahre nach dem Horrorcrash wurde nun der Unfallverursacher von einem Schöffengericht verurteilt, wie der BlickPunkt Nienburg berichtet.

Laut Sachverständigem und Anklage ereignete sich der Unfall folgendermaßen: Der 41-Jährige Fahrer des Unfallwagens raste zusammen mit drei Bekannten mit mindestens 90 Stundenkilometer auf der Verdener Landstraße in Richtung Stadtmitte. Vor dem Mercedes fuhr ein VW Golf in gleicher Richtung, der mit höchstens 30 Stundenkilometern unterwegs war, und unerwartet die Fahrspur wechselte. Der 41-Jährige konnte aufgrund seines Tempos nicht mehr angemessen reagieren, streifte den VW und prallte gegen das Brückengeländer.

Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten, der nach Angaben von BlickPunkt Nienburg bereits mehrfach einschlägig verkehrsrechtlich in Erscheinung getreten war, zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe – auf Bewährung. Laut dem Vorsitzenden Richter solle das Urteil auf andere Verkehrsteilnehmer abschreckend wirken.

Autor: Christian Link, geschrieben am: 07.02.2018       Artikel drucken