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Wolf bei Unfall im Heidekreis totgefahren

Erneut ist ein Wolf bei einem Verkehrsunfall in Niedersachsen getötet worden. Das Tier war nach Polizeiangaben am Mittwochmorgen im Heidekreis auf der Straße zwischen den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen von einem Auto angefahren worden. Die Polizei Soltau vermutet, dass der Wolf sofort starb.

PENZHORN. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 6.15 Uhr bei Penzhorn, der Autofahrer blieb unverletzt. Der hinzugerufene Wolfsberater bestätigte, dass es sich um einen Wolf handelt. Nach Angaben des niedersächsischen Wolfsbüros handelt es sich bereits um den fünften in Niedersachsen tot aufgefundenen Wolf in diesem Jahr.

Der Kadaver soll zur Untersuchung zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin transportiert werden. Experten können dort die genaue Todesursache ermitteln und Gewebeproben für einen genetischen Fingerabdruck nehmen. Das Ergebnis der DNA-Analyse ermögliche eventuell Aussagen zur Rudelzugehörigkeit.

Außerdem hat das Wolfsbüro die Identität des Wolfs ermittelt, der am 4. Dezember 2017 an der Autobahnraststätte Seevetal an der A7 tot aufgefunden wurde. Demnach handelt es sich um einen Welpen des Rudels Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern. Der Kadaver wurde auch pathologisch untersucht. Demzufolge war das Tier vor seinem Tod in einem guten Gesundheitszustand und starb wie vermutet auch an den Folgen des Verkehrsunfalls.

Derzeit sind nach weiteren Angaben aus den Vorjahreswürfen Jungwölfe unterwegs, die sich auf der Suche nach einem eigenen Territorium und nach geeigneten Partnern von ihrem elterlichen Rudel lösen.

Autofahrer sollten nach Unfällen mit Wölfen wie bei normalen Wildunfällen die Polizei rufen. Diese informiert dann den regionalen Wolfsberater oder direkt das Wolfsbüro. (mit dpa)

Autor: Christian Link, geschrieben am: 07.02.2018       Artikel drucken