Mit 450 Starts und Landungen pro Tag war Faßberg ein Eckpfeiler der historischen Luftbrücke. Foto: Archiv Luftbrückenmuseum Faßberg

Hermannsburger Schüler suchen Zeitzeugen der Berliner Luftbrücke

Im Jahr 2019 jährt sich zum 70. Mal das Ende der Luftbrücke Faßberg-Berlin. Zu diesem historischen Jubiläum werden bereits in diesem Jahr mehrere Veranstaltungen auf diesen Großevent hinweisen, der seinen Höhepunkt am 15. Juni 2019 auf dem Fliegerhorst in Faßberg finden wird. Die Gemeinde und das Luftbrückenmuseum Faßberg sowie das Christian-Gymnasium und die Oberschule in Hermannsburg suchen nun Zeitzeugen der Berliner Luftbrücke für ein Filmprojekt. "Als ehemaliger Flugplatz der Royal Air Force war Faßberg mit rund 450 Starts und Landungen pro Tag und gut 540.000 Tonnen an geflogener Kohle einer der Eckpfeiler der Berliner Luftbrücke", so der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin, Paul Hicks, der dieses Projekt nach Kräften unterstützen wird.

FASSBERG. So wollen die beiden Hermannsburger Schulen sowie das Hans-Carossa-Gymnasium Berlin-Spandau gemeinsam einen Dokumentarfilm mit Zeitzeugen der Luftbrücke aus den Perspektiven von Faßberg und Spandau (Gatow) produzieren und als App, inklusive Musik sowie mit englisch-französischen Untertiteln, aufbereiten. Aus diesem Grund werden Zeitzeugen gesucht, die ihre persönlichen Geschichte(n) für dieses einmalige Projekt teilen möchten. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir möglichst viele Menschen finden, die in irgendeiner Weise mit der Luftbrücke berührt waren", sagt Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl. "Es ist wichtig, die Erinnerung an diese großartige humanitäre Operation lebendig zu halten. Ein entsprechender Dokumentarfilm von Jugendlichen ist sicherlich einer der besten Wege, dies zu tun."

Zeitzeugen, die an diesem Film mitarbeiten möchten, können sich an Jana Heins unter Telefon (05055) 59725 oder per E-Mail an Jana.Heins@Fassberg.de sowie per Brief oder Karte an die Gemeinde Faßberg, Stichwort: Luftbrücke, Große Horststraße 40-44 in 29328 Faßberg wenden.

Autor: Christopher Menge, geschrieben am: 27.02.2018       Artikel drucken