Am Metronom-Fahrkartenautomat kann nur mit Karte bezahlt werden. Für einige ein Problem. Foto: Oliver Knoblich

Schließt Metronom alle Servicecenter?

Ein Metronom-Ticket, nette Beratung und vielleicht auch noch einen Fahrplan: Ein Servicecenter ist gerade für die älteren Generationen ein großer Vorteil, um leicht an Informationen und Fahrkarten zu kommen.

ESCHEDE. Spätestens wenn der Bahnverkehr durch zum Beispiel Unwetter lahmgelegt wird, suchen dann die meisten Fahrgäste Rat beim Personal und nicht im Handy oder am Automaten. Doch die Tage des Metronom-Servicecenters in Eschede sind gezählt, eine mögliche Schließung steht im Raum.

Schon seit längerer Zeit halten sich Gerüchte, dass Metronom zum Jahresende den Standort in Eschede schließt. "Angeblicher Grund: Das Servicecenter arbeitet nicht kostendeckend", verrät ein CZ-Leser. Die Verwaltung hat zwar ebenfalls von den Gerüchten gehört, eine offizielle Stellungnahme von Metronom hat sie aber noch nicht erhalten. Auf Nachfrage erklärt Metronom-Sprecher Björn Pamperin: "Wir können momentan zur Schließung nichts sagen."

"Wir fänden es sehr schade, sollte die Metronom tatsächlich aus der Gemeinde verschwinden. Auch weil sie wichtig für den Erwerb von Fahrkarten sind", sagt der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Nieberg. Am Ticket-Automaten könne man lediglich mit EC-Karte bezahlen, nicht für jeden die geeignete Zahlart.

Neben der Schließung des Standortes Eschede steht noch eine weitere Frage im Raum. "Geht es nur um uns oder stellt Metronom momentan alle Center auf die Probe?", sagt Nieberg. Wenn es nach dem CZ-Leser ginge, könnten auch bald alle anderen Metronom-Servicecenter betroffen sein, "wenn Kostendeckung das Maß aller Dinge ist". (als)

Autor: Audrey-Lynn Struck, geschrieben am: 02.03.2018       Artikel drucken