Die seit Jahren geplante Erneuerung der Ortsdurchfahrt Wietze wird nur langsam konkreter. Foto: Archiv

B214-Sanierung in Wietze startet erst in zwei Jahren

Die Sanierung der B214 in Wietze wird wohl erst im Jahr 2020 umgesetzt. Nach einem Erörterungstermin im Februar teilte Bürgermeister Wolfgang Klußmann mit, dass der Planfeststellungsbeschluss in der ersten Jahreshälfte vorliegen könnte. „Dann könnten wir gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung 2018 und 2019 planen – in der Hoffnung, dass 2020 tatsächlich gebaut wird“, sagte der Wietzer Verwaltungschef. Die Straße sei marode, eine grundlegende Sanierung notwendig.

WIETZE. Die Hoffnung, dass die Sanierung endlich Gestalt annimmt, hatte er in der Vergangenheit schon häufiger geäußert. „Weiter Warten auf B214-Sanierung“ hatte die CZ schon Anfang 2011 getitelt. 2014 und 2016 schien es dann endlich konkreter zu werden, doch zwischenzeitlich wurde lediglich die oberste Deckschicht der Straße erneuert.

Seit Jahren verzögert sich das Großprojekt, für das der Bund verantwortlich ist. Mal fehlte das Geld, mal waren andere Bauvorhaben in der Priorität wichtiger. Zuletzt hatte sich das Planfeststellungsverfahren verlangsamt, weil Straßenbauverwaltung und Landkreis Celle unterschiedliche Auffassungen zur Beseitigung des Regenwassers hatten.

Der erste Abschnitt der B214 von der Tankstelle kurz hinter der Ortseinfahrt Richtung Jeversen bis zur Schulstraße war schon in den Jahren 2007 und 2008 erneuert worden. Bei der Sanierung des östlichen Teils der Bundesstraße – von der Schulstraße bis zur Ortsausfahrt Richtung Hambühren – werden von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau in Verden erneut umfassende Arbeiten geplant: Die Straße wird verengt, der Kanal neu verlegt, die Fahrbahn instandgesetzt. Die Kosten schätzt Sönke Zulauf, Fachbereichsleiter für Planung und Verkehr bei der Landesbehörde, auf 4,3 Millionen Euro. Außerdem ist am Ortsausgang ein Kreisverkehr zur Verbindung von Steinförder Straße, Südwinsener Weg und Am Salzberg geplant. Mit dem Kreisel soll vor allem erreicht werden, dass Autofahrer auf der breiten Straße nicht mehr mit so hoher Geschwindigkeit in den Ort hineinrasen.

Die Gemeinde ist bei dem Bauvorhaben für Gehwege, Parkflächen, Straßenbeleuchtung und Pflanzeninseln zuständig. Vorgesehen ist, dass der Bund das komplette Verfahren in die Hand nimmt und dann mit der Gemeinde abrechnet, teilte Klußmann mit.

Der Ball liegt jetzt nicht bei der Gemeinde Wietze, sondern beim Landkreis Celle. Die Kreisverwaltung muss den Beschluss zur Planfeststellung fassen. „Derzeit wartet der Landkreis noch auf einige Informationen aus dem Planungsbüro, weil die Pläne zum Umbau der B214 leicht verändert werden mussten“, sagte Landkreis-Sprecher Tore Harmening. Sobald diese Informationen vorlägen, könne das Planfeststellungsverfahren zügig abgearbeitet werden. Probleme seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erwarten, so Harmening.

Autor: Simon Ziegler, geschrieben am: 07.03.2018       Artikel drucken