Vor allem die Skater lieben es, auf der Anlage ihre Tricks und Stunts zu machen. Zu Stoßzeiten heißt es besonders aufpassen, damit es zu keinen Unfällen kommt. Foto: David Borghoff

Celler Skater-Paradies in Sicht

Drei Kinder fahren mit Helm und Roller ausgestattet die Rampen hoch – der Jüngste gerade einmal sechs Jahre alt. Die Älteren setzen da mehr aufs Skateboard und vollführen waghalsige Stunts. Über 20 Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sind trotz der eher lauen Temperaturen auf der Skateranlage der CD-Kaserne Celle zusammengekommen. Schon jetzt platzt die Anlage aus allen Nähten. Die CD-Kaserne plant daher, das Gelände zu erweitern.

CELLE. "Gerade im Sommer ist es schon voll. Momentan haben wir nur drei Rampen – und das für eine mitteleuropäische Stadt mit 80.000 Einwohnern", bemängelt Skater und Künstler Jörg Pippirs. Auch der Geschäftsführer der CD-Kaserne, Kai Thomsen, findet die Anlage für eine Stadt wie Celle zu klein. Einige Skater weichen sogar in den Landkreis nach Meißendorf oder Winsen aus, um dort ihre Stunts zu machen.

"Ich finde es cool, dass es mit der Anlage vorangeht. Hier fehlt unbedingt eine Mini-Ramp und ein Bowl", sagt der Skater Lennard. Außerdem werde generell mehr Platz gebraucht. "Zu den Stoßzeiten ist es hier richtig voll. Wenn wir dann hier durchballern wollen, müssen wir immer den Radar anhaben und gucken, von wo uns ein Kind entgegengeflogen kommt", erzählt Sebastian Mertzky, "Dienstältester der Skater". Die Jüngeren würden die Fahrwege nicht so gut kennen wie die Skater. Außerdem könnten maximal zehn Leute den Platz befahren, sonst werde es zu voll.

"Die neue Anlage muss daher die Skater, BMX-Fahrer und Roller-Fahrer vereinen", sagt Thomsen. In Planung ist, dass der Skaterpark um die Hälfte der angrenzenden Wiese erweitert wird. Die bisherige Anlage bleibt erhalten, lediglich ein Teil der Fläche wird für ein noch besseres Fahrgefühl aufgegossen.

Für den Bau werden mindestens 30.000 Euro gebraucht, bisher hat die CD-Kaserne bereits 4500 Euro Spenden für das Projekt gesammelt. Neben Dettmer und Müller und "Kunst – hier auch!", die 600 Euro spendeten, hat das ehemalige Café Rio's durch die Versteigerung des Kickertisches 2261 Euro beigesteuert. Und weitere Spender werden folgen, davon sind Stefanie Fritzsche, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, und Thomsen überzeugt. "Einer musste den ersten Schneeball werfen, und dann geht es los. Das ist meist wie bei einer Lawine", so Thomsen.

Zusätzlich zu Spenden hat die CD-Kaserne Fördermittel in Aussicht. "Wir gehen aber davon aus, dass unsere Chancen höher sind, wenn wir schon ein Grundkapital haben", sagt der Geschäftsführer der CD-Kaserne. Bis spätestens 2021, pünktlich zur 25-Jahr-Feier der CD-Kaserne, soll der Skaterpark fertig sein.

Autor: Audrey-Lynn Struck, geschrieben am: 08.03.2018       Artikel drucken