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Blumlage/Altstadt Abendkonzert mit „Musica Campo di Fiori“
Celle Aus der Stadt Blumlage/Altstadt Abendkonzert mit „Musica Campo di Fiori“
16:47 01.04.2019
Musica Campo di Fiori mit Sopranistin Michelle Stemann beim Konzert in der Blumläger Kirche. Quelle: Doris Hennies
Celle

„Glücklicher, leuchtender, heiterer Tag – oh wie teuer, wie lieblich und wohltuend bist du für die Welt …“. Ganz so schwärmerisch wie in dem Liedtext zur Kantate „Coelestis dum spirat aura“ von Händel mag man heute ein Konzert nicht beschreiben. Dennoch hat das Ensemble „Musica Campo di Fiori“ am Wochenende in der Blumläger Kirche der eher bescheidenen Zahl von Zuhörern einen netten, durchaus hörenswerten musikalischen Abend geschenkt.

Um barocke Musik verdient gemacht

„Musica Campo di Fiori“ – das sind fünf Celler Musikerinnen, die sich vor allem um barocke Musik verdient machen und nicht nur mit zeitgemäßen Komponisten und Stücken aufwarten, sondern sich auch um authentische Spielweise auf nachgebauten historischen Instrumenten bemühen. Die stimmungsvolle Kammermusik der vier Instrumentalistinnen Carla Lottmann (Blockflöten), Bettina Ihrig (Violine und Viola), Ricca Schikarski (Violoncello) und Gabriele Blanz (Cembalo). Dieses Quartett wird – in den Werken mit Gesang – von der großartigen Sopranistin Michelle Stemann ergänzt.

Wirklicher Hörgenuss

Diese kraftvoll-samtene und doch auch bis in die hohen Töne klar und präzise, ja „vollmundige“ Stimme sorgte dann auch für die Highlights des Konzerts. Wunderbar die Kantate „Celladon“ von Wiliam Croft – typisch verzierungsreich, voller barocker Koloraturen, das gesamte Spektrum einer ausgebildeten Gesangsstimme abrufend. Das Lied um den Jüngling, der unter der Hartherzigkeit seiner Angebeteten so sehr leidet, dass diese ihn schließlich doch erhört. Auch die Kantate zum Tag des heiligen Antonius wurde in all ihrer huldigenden Form durch diese Stimme zu einem wirklichen Hörgenuss.

Anhaltender Beifall zum Schluss

Barock, ja höfisch-tänzerisch, hoheitsvoll dahinschreitend, begann das instrumentale Quartett das Programm mit dem Trio B-Dur von Johann Gottlieb Graun: Ein gelungener Auftakt in einen allgemein sehr harmonischen Konzertabend. Bei dem später folgenden Concertino à 4 a-Moll von Johann Melchior Molter hatten die Musikerinnen ein paar nicht besonders ins Gewicht fallende Schwierigkeiten. Die Stimmung der mit Natursaiten bestückten Geige hatte nicht ganz die optimale Tonfarbe gebracht und hin und wieder hakte die Taktung ein klein wenig – nichtsdestotrotz ein schönes Stück. Mit Recht hatten sich „Musica Campo di Fiori“ mit ihrem erlebbaren Spaß am Musizieren den anhaltenden Beifall verdient.

Von Doris Hennies

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