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Blumlage/Altstadt Verluste in der Salatbar geringer als gedacht
Celle Aus der Stadt Blumlage/Altstadt Verluste in der Salatbar geringer als gedacht
09:23 02.02.2019
Von Dagny Siebke
Lutz Goldberg bringt seinen eigenen Behälter schon seit Monaten zur Salatbar an der Schuhstraße. Mitarbeiterin Nina Brjuchov bedient ihn. Quelle: Dagny Siebke
Celle

Der Umwelt zuliebe hat Antonio De Ciantis zum Jahresende Schluss mit Einwegverpackungen gemacht. Dem Inhaber der Salat-Bar sei von Anfang klar gewesen, dass dabei nicht alle Kunden mitziehen würden, sagt er. Doch nun ist er froh, dass die Umsatzeinbußen „nur rund 30 Prozent“ ausmachen. De Ciantis erzählt: „Es war wie ein kleines Wunder. Im Dezember brachten nur 15 Kunden pro Tag ihre eigenen Behälter mit und am ersten Tag nach den Betriebsferien standen die Kunden mit ihren Behältern in der Hand Schlange.“ Insgesamt seien es 60 Kunden am Tag gewesen. Das habe seine Erwartungen übertroffen.

„Zudem essen wesentlich mehr Gäste ihren Salat im Geschäft aus der Schüssel“, erklärt De Ciantis. „Daher haben ich zwei weitere Tische angeschafft.“ Er ist zuversichtlich, dass im Laufe der Zeit noch mehr Kunden bei der Umstellung mitmachen: „Aus Erfahrung weiß ich, dass der Januar ein ruhiger Monat ist.“ Zudem hofft er, dass nun noch weitere Geschäftsinhaber in Celle Einwegverpackungen verbannen.

Kunden können Mehrweg-Plastik kaufen

Doch ganz auf Plastik kann der Inhaber der Salat-Bar im Jahr 2019 nicht verzichten. De Ciantis erzählt: „Um es für die Gäste ohne Behälter nicht zu kompliziert zu machen, habe ich nach einigen Tagen entschieden, doch auch Mehrweg-Plastik anzubieten.“ So können die Kunden im Geschäft nun die passenden Plastik-Behälter kaufen.

Stammkunde Lutz Goldberg hat schon kurz nach der Ankündigung der Salatbar Anfang September, auf Plastik zu verzichten, seinen eigenen Behälter mitgebracht. Er sagt: „Da ich ungefähr zwei oder drei Mal pro Woche hierherkommen, nehme ich das Behältnis einfach mit zur Arbeit.“

Einwegverpackungen aus umweltfreundlichem Material sinnvoller?

Mareike Woop isst ihren Salat jetzt häufiger im Geschäft. Früher hat sie gerne mal sechs oder sieben Salate auf einmal bestellt. Doch ihren Kollegen bringt sie nun keine Salate mehr mit ins Büro nach Wienhausen. „Das ist logistisch nicht mehr machbar. Es ist nicht das ganze Leben auf Salatessen ausgerichtet“, findet sie. Schließlich hätten ihre Kollegen ihre Salate auch gerne auf der Fahrt nach Hause gegessen. Einwegverpackungen aus umweltfreundlichem Material oder ein Pfandsystem für die Mehrwegbehälter halte sie für sinnvoller.

Beim Salat-Platz an der Fuhsestraße können die Celler weiterhin Einwegverpackungen kaufen. Ganz will Leyla Yazgan nicht darauf verzichten. „Solange ich Plastikverpackungen anbieten darf, mache ich das auch“, sagt die Inhaberin. „Viele Kunden kommen spontan und haben nicht immer ihre Tupperdose in der Tasche.“

Umdenken auch an der Fuhsestraße

Doch auch einige Kunden an der Fuhsestraße denken um. Leyla Yazgan sagt: „Seitdem die Salatbar angekündigt hat, auf Plastik zu verzichten, bringen viel mehr Kunden ihre eigenen Behälter mit. Die befülle ich gerne.“ Zudem würden auch am Salat-Platz Plastiktüten eingespart. „Seitdem ich dafür 10 Cent nehme, wollen 50 Prozent der Kunden keine Plastiktüten mehr.“

Leyla Yazgan bewundert das Engagement des Salat-Bar-Chefs für die Umwelt. Doch eine Sache findet sie nicht gut: „Ich war geschockt, als ich gesehen habe, dass Antonio jetzt doch Mehrwegplastik verkauft. Schließlich hat er von Anfang an gesagt, dass dies nicht tun möchte.“

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