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Celle Ortsteile A-cappella-Sextett mit begeisternder Bühnenshow
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile A-cappella-Sextett mit begeisternder Bühnenshow
16:36 11.03.2018
Quelle: David Borghoff
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Celle

Unterstützt durch Lichteffekte erstrahlten Popsongs und Rockklassiker von Kate Bush, Led Zeppelin, Daft Punk oder den Foo Fighters nach der Vokalbearbeitung in einer eigenen Klangwelt. Die beiden Sopranistinnen Marta Helmin und Jennifer Kothe, die Baritone Stefan Flügel und Patrick Oliver, der Tenor André Bachmann sowie der Bass Kristofer Benn zogen stimmlich alle Register und begeisterten gesanglich auf höchstem Niveau mit glasklarem Sound. Insbesondere die "Beatboxeritis" von Oliver und die E-Gitarren-Einlage von Helmin ließen vergessen, dass alles mundgemacht war.

Mit exzellenten Arrangements wurden auch deutschsprachige Lieder präsentiert. "Sie sieht mich nicht" von Xavier Naidoo oder die Bearbeitung des Songs "Achterbahn" aus dem Album von Clueso und "Der Weg" von Herbert Grönemeyer sorgten für ergreifende Stimmung. Allein der Song "Morgens bin ich immer müde" von Trude Herr aus dem Jahr 1960 hat an den Elektropop des Frauenquartetts Laing erinnert und eine "Onair"-Interpretation etwas vermissen lassen.

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Im zweiten Teil des Konzerts drehte die Gruppe furios auf. Eingehüllt in silberne Kutten hat das Sextett mit der Eigenkomposition "Children of the Deep" und der Bearbeitung des Songs "Sonne" von Rammstein zusammen mit einer spektakulären Lichtershow für Gänsehaut gesorgt.

Natürlich durfte auch "Wenn ich ein Vöglein wär'" als fester Bestandteil des Programms nicht fehlen. Überraschend wurde das Lied aus dem 18. Jahrhundert von Gästen präsentiert. Clazz, ein Chor aus Hannover, hat nach einer Probe mit den sechs Profis das Volkslied gekonnt auf der Bühne interpretiert. Ein politisches Ausrufezeichen setzte Bachmann mit seinem Appell für Respekt, Toleranz und Weltoffenheit und dafür, diese Werte auch offen zu verteidigen.

Die Celler haben sich mit großem Applaus für das Konzert bei dem preisgekrönten A-cappella-Sextett bedankt. Erst nach den Zugaben "Stairway to Heaven" und "Get Lucky" war das Publikum bereit, sich zu verabschieden. Man darf gespannt sein, ob es das "Vöglein" erneut in das dritte Programm schafft, das für diesen Herbst angekündigt ist. Außerdem ist zu hoffen, dass die Techniker Nicolai Plier und Fabio Gatto, die für die aufwendigen Lichteffekte und das perfekte Sounddesign verantwortlich waren, wieder dabei sind.

Von Marion Peterson