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Celle Ortsteile Brandopfer aus Hustedt: "Ich mache weiter"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Brandopfer aus Hustedt: "Ich mache weiter"
13:26 20.01.2018
Von Katharina Baumgartner
Hans-Armin Jähnke hat seine neue Werkstatt in Betrieb genommen. Viele Spender aus der Region haben das Ehepaar aus Hustedt mit Material-, Werkzeug- und Geldspenden bedacht.  Quelle: Michael Schäfer
Hustedt

Späne fliegen umher, als Hans-Armin Jähnke das Holz behutsam über das rotierende Blatt seiner Tischkreissäge zieht. Auf dem Gelände des Hustedter Rindenmulchwerks hat sich der 64-Jährige wieder eine kleine Werkstatt aufgebaut. Unweit entfernt erinnert noch verkohltes Holz an den verheerenden Brand, der das Hustedter Sägewerk im November in Schutt und Asche gelegt hat. Von einem Tag auf den anderen stand das Ehepaar Jähnke vor dem Aus. „Alles war weg: meine Maschinen, meine Werkstatt – nicht eine Schraube ist mir geblieben“, sagt der Hustedter. Die Werkstatt war die Existenz des Selbstständigen.

Das vergangene Jahr war für das Ehepaar kein leichtes: Beide erkrankten schwer, Versicherungssummen konnten nicht mehr bezahlt werden, der Wiederaufbau nach dem Brand erschien unmöglich. „Aber Kopf hängen lassen, gibt es nicht“, sagt Hans-Armin Jähnke stolz.

Zwei Monate nach dem Brand herrscht wieder Betrieb auf dem Gelände des Rindenmulchwerks. Die ersten Aufträge flattern ins Haus, Rundholz wird angeliefert und Jähnke hält die Motorsäge in den Händen – „auch sonntags“, wie Ehefrau Brunhilde augenzwinkernd sagt. „Uns fehlen angesichts der Hilfsbereitschaft immer noch die Worte“, sagt die 61-Jährige gerührt. Fein säuberlich trägt sie alle Spendernamen in eine Liste ein. „Zur Einweihungsparty wollen wir dann alle einladen“, sagt der Handwerker.

Einige der Unterstützer haben anonym gespendet. Gerührt zieht Brunhilde Jähnke einen Zettel hervor. „Ich musste so weinen als ich den gelesen habe.“ Als ihre Augen über die mit dem Computer geschriebenen Worte der „Gruppe von Engeln“ wandern, werden ihre Augen erneut glasig.

Von überall sind die Spenden gekommen: Vereine, Firmen, Verwandte, Nachbarn oder andere Privatpersonen haben finanzielle Mittel, Bohrmaschinen, Sägen, Nägel, Holz oder Geld gespendet. Und auch aus der CZ-Weihnachtsaktion „Mitmenschen in Not“ wurden die Brandopfer unterstützt. „Wir sind baff über die Großzügigkeit der Menschen“, sagt Brunhilde Jähnke und erneut laufen Tränen über ihre Wangen.

Die neue Werkstatt ist zwar etwas kleiner, steht aber nun in direkter Verbindung zu den Nebenhallen. Zwar müssten sich noch einige Arbeitsabläufe einspielen, aber der 64-Jährige ist glücklich über seine neue selbstgebaute Arbeitsstelle. „Jetzt kann ich mit dem Radlader auch direkt an die Halle fahren.“ Das sei praktischer als vorher.

Schon bald soll es auf dem Gelände ans Aufräumen gehen. Wo noch die Trümmer der Brandruine liegen, soll eine große Ausstellungsfläche hinkommen. „Ich bin so froh, dass ich wieder meiner Leidenschaft nachgehen kann“, sagt der Hustedter und deutet auf einen markanten Stamm aus Holz, den er dekorativ als Weinständer gestaltet hat. „Ich mache weiter“, betont Jähnke – schließlich könne er bei so viel Unterstützung nicht einfach aufhören. (bau)

Bis zu 150 Menschen arbeiten gegenwärtig auf der Baustelle des Famila-Einkaufszentrums in Groß Hehlen. Die Anzahl der Bauarbeiter hat sich damit verdreifacht. Der Grund: „Die hohen Niederschläge in den vergangenen Wochen und Monaten haben viele Arbeiten im Außenbereich erschwert. Um den Zeitplan einzuhalten, geben wir jetzt richtig Gas", erklärt Bauherrenvertreter Michael Kortmann. Und den Zeitplan einhalten, heißt konkret: Am 19. April soll das "AllerCenter" eröffnet werden, wie das Unternehmen jetzt mitteilte.

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