Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Ortsteile Bulle "Bernd" droht Abschuss
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Bulle "Bernd" droht Abschuss
17:48 07.08.2018
Von Gunther Meinrenken
Heinrich Bühring mit seinen Galloway-Rindern. 18 der ausgerissenen Tiere sind wieder zurückgekehrt, nur Bulle "Bernd" genießt noch seine Freiheit. Quelle: Oliver Knoblich
Anzeige
Celle

Die bisherigen Versuche, auch Bulle "Bernd" zu einer Rückkehr zur Herde zu bewegen, verliefen erfolglos. "Spaziergänger haben ihn gesehen, Jäger haben ihn gesehen und auch wir haben ihn schon gesehen, aber er lässt uns einfach nicht an sich ran", berichtet Bühring. Das Hochlandrind verstecke sich teilweise im hohen Gras und habe möglicherweise, so vermutet Bühring, seine neu gewonnene Freiheit lieb gewonnen. Dafür spreche, dass die Besitzer im Schilf auf eine Kuhle gestoßen sind, in der es sich der Bulle "gemütlich eingerichtet" habe. Auch Wasser habe er sich selbständig gesucht.

Die Alternative: "Es kann natürlich auch sein, dass er in den vergangenen 14 Tagen schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, traumatisiert ist, und deswegen nicht mehr in unsere Nähe kommt", sagt Bühring.

Anzeige

Für den Bullen, der schon bundesweit mediale Aufmerksamkeit unter anderem von der Bild-Zeitung, RTL und ZDF bekommen hat, wird es jetzt langsam eng. Denn das Tier ist auch schon auf Schienen gesehen worden. "So stellt er eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Wenn da etwas passiert, sind wir dafür verantwortlich", fürchtet Bühring, der bereits in Kontakt mit dem Veterinäramt steht. Inhalt der Verhandlungen: Die Freigabe für einen finalen Abschuss des Bullen. Nächstes Jahr, so der Galloway-Halter, sei ohnehin vorgesehen, das Tier zu schlachten.

Bis voraussichtlich morgen erhält das Bulle "Bernd" allerdings eine letzte Chance, von sich aus zu seiner Herde zurückzukehren. Bühring und die anderen Besitzer der schottischen Hochlandrinder wollen noch einmal versuchen, das Tier anzulocken. "Wir haben vor, den Rest der Herde auf eine neue Weide zu treiben. Die alte Weide wollen wir anschließend an zwei Stellen öffnen. Für den Bullen stellen wir dann Wasser und Leckerli, etwa Zuckerrübenstifte, hin und hoffen, dass er sich davon anlocken lässt", erklärt Bühring den Plan, "Bernd" wieder einzufangen.

07.08.2018
Audrey-Lynn Struck 07.08.2018
Morgens halb zehn in... - Kleingartenkolonie im Dämmerschlaf
Gunther Meinrenken 06.08.2018