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Celle Ortsteile Bunter Protest gegen Neonazi-Treffen in Eschede
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Bunter Protest gegen Neonazi-Treffen in Eschede
15:55 24.06.2018
Quelle: Anke Schlicht
Eschede

„Zur Zeit sind dort 15 Leute mit dem Aufbau beschäftigt“, erläutert der Einsatzleiter der Polizei, Jochen Rodenwaldt, das Geschehen auf Hof Nahtz. Später wird es heißen, dass insgesamt 60 Personen des rechten Spektrums an der privaten Veranstaltung teilgenommen hätten. Im 15-Minuten-Takt sperren zwölf Beamte die Straße ab, damit der bürgerliche Protest sich ausdrücken kann in Form von Sprüchen wie „Die Heide blüht lila, nicht braun“ oder „Dumm, brutal, national“, die auf den Asphalt gepinselt und später wieder abgewaschen werden.

Die Veranstalter haben ihr Programm erweitert um Mitmach-Aktionen. Straßenmalerei, ein Trommelworkshop und Singen im Chor stehen zur Auswahl. „Kunst ist unsere Stärke. Nur mit Kreativität und guten Ideen kann man auf der Welt etwas ausrichten“, untermauert Mitorganisatorin Johanna Ottermann das neue Konzept. „Alles ist dadurch aufgelockerter“, bewertet der Bergener Jörg Nagel die Neuerungen. „Die Leute, die hier dabei sind, zeigen, dass es viele Escheder bewegt, was in ihrer Nähe vor sich geht“, sagt Nagel, dem es ein Angebot auf dem Protest-Areal besonders angetan hat. „Das Kirchenmobil finde ich besonders schön.“ Inmitten des Trubels kann in diesem mit dem Slogan „Unser Kreuz hat keine Haken“ überschriebenen Wagen Einkehr gehalten werden. „Wir können damit präsent sein, wo es nötig ist“, erläutert Ralf Schönbeck die Intention der „Kirche auf Rädern“.

Johanna Kulenkampff ist aus Hannover angereist, auch ihre Teilnahme hat einen christlichen Hintergrund. „Ich vertrete hier das Ökumenische Forum christlicher Frauen in Europa“. Sie ist ebenfalls angetan vom erweiterten Programm: „Hier wird der Dumpfheit und dem Stumpfsinn der Rechten mit Kreativität und Einfallsreichtum etwas entgegengesetzt“, lautet ihr Fazit. Etwas gedämpft wird das vielfältige Treiben aus Gesprächen, Musik, Straßenmalerei und ein wenig Tanz durch das regnerische Wetter. Zwischendrin gibt es immer mal wieder Unterbrechungen – entweder durch Pfeifkonzerte oder Redebeiträge, die sich mit der politisch-gesellschaftlichen Dimension rechten Gedankengutes auseinandersetzen. Unter den Zuhörern ist auch einer, der zu den Vätern des regionalen Engagements gegen Rechts gehört und dafür unlängst mit dem vom Zentralrat der Juden in Deutschland verliehenen Paul-Spiegel-Preis geehrt wurde. Die Zukunft des Kampfes gegen braune Umtriebe scheint gesichert: „Die Auszeichnung hat uns Mut gemacht und Kraft gegeben“, sagt der Unterlüßer Pastor Wilfried Manneke am Rande der bunten Kundgebung.

Von Anke Schlicht

Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Wo ist unser Ursprung? Dieser Frage ging am Samstag musikalisch der Kammerchor Hannover unter der Leitung von Stephan Doormann bei seinem Konzert in der Christuskirche in Westercelle nach. Angesichts des WM-Vorrundenspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden am späteren Abend hoffte der Chor, die nordischen Klänge des Konzertes mögen das einzig Positive des Tages bleiben, was die Besucher von Schweden hören sollten.

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