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Celle Ortsteile CDU-Neujahrsempfang: Landwirtschaftsministerin begeistert Parteimitglieder
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile CDU-Neujahrsempfang: Landwirtschaftsministerin begeistert Parteimitglieder
19:32 07.01.2018
Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (Zweite von rechts) traf beim Neujahrsempfang auf Landrat Klaus Wiswe, die Abgeordneten Jörn Schepelmann, Thomas Adasch und Henning Otte sowie Langlingens Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann (von links) Quelle: Michael Schäfer
Nienhof

Eigentlich wären bei der Veranstaltung letzte Wahlkampfreden gehalten worden, doch die vorgezogene Landtagswahl hatte den Tenor der Grußworte und der Ansprache von Otte-Kinast verändert. Gemeinsam ließ man ein anstrengendes Wahljahr Revue passieren und richtete den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft.

Es gibt einiges zu tun: Der Graben zwischen Landwirten und Landwirtschaftsministerium war in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Grünen-Politiker Christian Meyer immer größer geworden. Otte-Kinast will das Verhältnis kitten. "Nicht Misstrauen, sondern Dialog soll meine Devise sein", kündigte die Ministerin an. "Ich möchte verbinden, statt zu trennen."

Es habe schon Tage gegeben, an denen das Ministeramt kein leichtes war, sagte Otte-Kinast. Als Beispiel nannte sie die wegen der hohen Niederschläge übervollen Gülle-Lager, denen sie mit Erlassen zur Ausbringung in Ausnahmefällen begegnet ist. "Ein weiteres Thema, was wirklich unruhige Nächte beschert, ist die Afrikanische Schweinepest", sagt Otte-Kinast. Sie versprach, alles zu tun, um einen Ausbruch der Seuche in Niedersachsen zu verhindern. Dafür wolle sie Geld für die Prävention bereitstellen.

Der ländliche Raum liegt der Frau eines Landwirts am Herzen: "Ich will die Landwirtschaft wieder in der Mitte der Gesellschaft verankern." Zusammen mit den Praktikern wolle sie nach Lösungen zum Beispiel hinsichtlich des Tierschutzes suchen. Es dürfe nämlich nicht so weit kommen, dass "die Menschen vor lauter Regelungen nicht mehr wissen, wie sie ihre Arbeit machen sollen".

Der im Oktober gewählte CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann lobte Otte-Kinast in seinem Grußwort als "Fachfrau, die das Ressort übernommen hat". Gleichzeitig entschuldigte er sich vorab bei der Ministerin, denn er sei "sehr hartnäckig, wenn es darum geht, zu verteilende Fördergelder für Celle zu akquirieren". Otte-Kinast griff diese Vorlage in ihrer Ansprache auf und gab Schepelmann mit einem Augenzwinkern den zweiten Vornamen "Penetrant", aber nur so könne man schließlich an die Arbeit gehen. Schepelmann und der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch seien "ein Dreamteam in Hannover".

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otte fühlte sich mit Otte-Kinast verbunden. "Sie waren mir von Anfang an wegen Ihres Namens sympathisch", ließ er die Ministerin wissen. In seinem Grußwort richtete er den Blick auf die Bundespolitik. Man wolle einem möglichen Koalitionsvertrag mit der SPD "die eigene Handschrift aufdrücken". Außerdem solle der Rechtsstaat weiter gestärkt werden. Dazu gehöre auch, dass Flüchtlinge, "die sich nicht benehmen können", das Land wieder verlassen müssten.

Die Abgeordneten und die Ministerin versprachen unisono, für Land und Leute einzustehen und den ländlichen Raum zu stärken.

Von Amelie Thiemann

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