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Celle Ortsteile Celler Paul-Klee-Schule als Theater-Erlebnisraum
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Paul-Klee-Schule als Theater-Erlebnisraum
18:40 28.01.2018
Die Aula der Paul-Klee-Schule wurde durch die Aufführung der Schlosstheater-Produktion "Ziemlich beste Freunde" - zu einem Theater-Erlebnisraum. Quelle: Anke Schlicht
Celle-Heese

„Wir sehen Bildungserzeugung für Unterrichtseinrichtungen auch als unsere Aufgabe an“, nennt Döring einen Grund für die geplante Zusammenarbeit, die Begegnung mit den Schauspielern, Workshops und den Besuch einer Aufführung pro Schuljahr verbindlich vorsieht. „Von uns muss ein Impuls ausgehen, um unseren Schülern Theatererlebnisse zu verschaffen. Bei vielen von ihnen sieht der soziale Hintergrund so aus, dass kulturelle Aktivitäten eher wenig oder gar nicht mit der Familie erlebt werden“, liefert Schulleiter Uwe Kirchner das Gegenstück zur Auftragsdefinition des Intendanten.

Kirchner möchte so viel Kultur wie möglich in die Fördereinrichtung mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung bringen. „Bei diesem Projekt geht es auch darum, für unsere Kinder und Jugendlichen maßzuschneidern“, hebt der Pädagoge hervor. Umrahmt wird die schriftliche Fixierung des „Brückenbaus zwischen Institutionen“ vom Programm des Neujahrsempfangs, das nicht nur für hervorragende Unterhaltung der 211 geladenen Gäste sorgt, sondern mit der Aufführung des aktuellen Stücks „Ziemlich beste Freunde“ ein idealer Auftakt des Projektes ist.

Herauszutreten aus dem, was einen tagtäglich als Szenario umgibt, es mit dem Blick des Zuschauers anstelle des Akteurs zu betrachten. Auf diesen Perspektivwechsel, der die Idee des Abends „Überall Theater“ ausmacht, verweist Kirchner in seiner Eröffnungsrede und trägt damit auch einer eher unbekannten Facette des Namensgebers der Schule Rechnung. „Paul Klee war ein leidenschaftlicher Theatergänger. Er schuf eine Verbindung zwischen Theater und Leben. Hier bei uns gibt es jeden Tag Stoff für dieses Theater des Lebens“, berichtet Kirchner seinen Gästen, ohne zu wissen, dass er im Laufe der Ehrungen selbst zum Bühnenakteur werden sollte.

40 Jahre ist Uwe Kirchner bereits „im Dienst für Niedersachsen“ und dafür dankt ihm Mike Kochan-Rönisch als Vertreter der Landesschulbehörde in Form einer Urkunde, die allerdings nicht ausgehändigt wird, ohne dass der Pädagoge eine Kostprobe seines Allgemeinwissens abliefert. Seine Schüler versetzt das Quiz in größere Aufregung als den Kandidaten selbst.

„Sollen wir googlen?“, springen sie ihm helfend zur Seite. „Gut gemacht!“, verteilen sie nach „Bestehen“ ein dickes Lob. So intensiv wie die Gruppe mit ihrem Direktor mitgefiebert hat, so intensiv nimmt sie Anteil am Treiben der „Ziemlich besten Freunde“, das die Aula in einen Theater-Erlebnisraum verwandelt, das Publikum zu stehenden Ovationen hinreißt und den Jugendlichen einen Eindruck vermittelt, dessen Wert sie erst Jahrzehnte später, wenn sie sich erinnern – während Mathe und Chemie längst vergessen sind – erkennen werden.

Von Anke Schlicht

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