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Celle Ortsteile Celler Schüler knüpfen Kontakte für Start ins Berufsleben
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Schüler knüpfen Kontakte für Start ins Berufsleben
14:05 11.03.2018
Beim Ausbildungstag an der Oberschule 1 haben 45 Betriebe den Schülern ihre Ausbildungsgänge vorgestellt. Quelle: Lea Kraft
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Celle

45 Betriebe stellten insgesamt 60 verschiedene Ausbildungsberufe vor. Über den Vormittag verteilt besuchten die Schüler verschiedene Vorträge aus den Bereichen Technik, Handwerk, Medizin, Soziales, Service, Kaufmännisches und Landwirtschaft. "Wir wollen die Schüler motivieren, über den Tellerrand hinaus zu schauen und ihnen auch die vermeintlich weniger attraktiven Berufe vorstellen", sagte Organisator Eckhard Rust. Am beliebtesten seien seiner Erfahrung nach die Vorträge der Polizei und im Bereich Justiz, dicht gefolgt von Erziehern und allen Berufen, die mit Tieren zu tun haben.

Der Ausbildungstag war bereits der neunte seiner Art an der Oberschule Celle 1. Schulleiter Sven Sievert war zufrieden: "Ich finde, das ist eine fantastische Geschichte. Es bietet den Schülern die Chance, mögliche Ausbilder direkt zu befragen." Aus Erfahrung wisse er, dass viele Schüler diese Möglichkeit auch nutzen, um sich eine Praktikumsstelle zu suchen. Organisator Rust ergänzte: "Viele Betriebe bringen ihre Auszubildenden mit, die dann etwas über ihre Arbeit erzählen. Das kommt bei den Schülern besonders gut an." Es sei eben doch etwas anderes, ob vorne ein Erwachsener stehe, oder jemand, der nur wenige Jahre älter ist, als die Schüler selbst. "Die können dann auch erzählen, wie sie den Ausbildungsplatz bekommen haben, was genau ihnen gefällt und vielleicht auch, was nicht so gut ist", meinte Rust.

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Doch der Ausbildungstag kam nicht nur bei Schülern und Lehrern gut an. Auch die Betriebe zeigten großes Interesse. "Das ist für uns eine gute Gelegenheit, uns zu präsentieren", meinte Andreas Tiemann von der Elektrotechnik-Firma DKE Tiemann. "Wir können den Schülern genau erklären, was alles zu dem Beruf dazu gehört." Wenn sich aus dem Tag dann ein oder zwei Praktika ergäben, freue er sich jedes Mal sehr. "Es sollte viel mehr Schulen geben, die so etwas organisieren", fand Tiemann.

Auch die Lehrer waren zufrieden, wenn einige Schüler am Ausbildungstag eine Firma fanden, bei der sie gerne ein Praktikum machen würden. "Wir machen das ja extra für Schüler, die noch ein oder zwei Jahre zur Schule gehen", so Rust, "da ist es eher unwahrscheinlich, dass sie schon einen Ausbildungsplatz bekommen."

Das sei aber auch gar nicht das hauptsächliche Ziel der Veranstaltung. In erster Linie ginge es darum, Erfahrungen und Wissen aus der Praxis zu vermitteln, sowie Kontakte für den Start ins spätere Berufsleben zu knüpfen. "Manche Schüler sind vielleicht schüchtern oder wissen nicht genau, wo sie ihre Bewerbung hinschicken sollen. Da hilft es, wenn man schon mal jemanden vom Unternehmen gesehen hat", erklärte Rust.

Von Lea Kraft

Gunther Meinrenken 09.03.2018
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