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Celle Ortsteile Celler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung
18:34 17.01.2018
Von Katharina Baumgartner
Zwei Wochen nach dem Brand eines Mehrfamilienhauses an der Birkenstraße beginnen die Arbeiter jetzt mitdem Aufbau eines Notdaches. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.   Quelle: Michael Schäfer
Celle-Heese

„Zum gegenwärtigen Ermittlungsstand kann zurzeit nichts gesagt werden“, sagt Michael Stoll von der Celler Polizei. Es handle sich noch um ein laufendes Verfahren. „Nach jetzigem Stand kann von einer vorsätzlichen Brandlegung ausgegangen werden“, so der Polizist. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen.

Das Mehrfamilienhaus ist eingerüstet, über eine lange Hilfskonstruktion gelangen die Handwerker an das beschädigte Gebäude. „Wir haben schon Schlimmeres gesehen“, sagt einer von ihnen und wirft einen Blick in die vollen Schuttcontainer. Dachziegel stapeln sich darin, die die mehr als 130 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren bei ihrem Kampf gegen das Feuer vom Dach geschlagen haben. Unter dem Schutt ragt ein roter Teppich hervor, verdreckt und durchnässt.

„Die Dachgeschosswohnung ist nicht bewohnbar“, sagt einer der Handwerker. Auch die Nachbarwohnung im angrenzenden Wohnhaus müsse entfernt werden. „Wir ziehen jetzt ein Notdach hoch“, ergänzt der junge Mann. Dann beginnt die weitere Arbeit: Entkernen, trocknen und sanieren.

Während die Handwerker jetzt damit beginnen, das Dach wiederherzustellen, sind die drei Mietparteien des Hauses von einem Tag auf den anderen wohnungslos geworden. „Allen geht es gesundheitlich gut“, sagt eine Anwohnerin. Auch der Frau, die in Lebensgefahr schwebte und von der Feuerwehr aus ihrer brennenden Wohnung gerettet wurde, gehe es besser, betont die Nachbarin. Von ihrem Hauseingang blickt die Anwohnerin direkt auf die Rückseite des Wohnhauses. Der zirka 30 Meter lange und 10 Meter breite Dachstuhl ist nur noch eine Ruine. „Der Lehmschlag des Hauses hat die Flammen wohl abgehalten“, vermutet die Anwohnerin. Die betroffenen Mieter seien jetzt alle anderweitig untergekommen. Es gehe Stück für Stück voran – wenn auch sehr langsam, merkt eine andere Anwohnerin an.

„Ich war gar nicht zu Hause, als der Brand ausgebrochen ist“, sagt eine betroffene Mieterin. Erst durch eine Benachrichtigung im Internet habe sie davon erfahren, dass ein Haus an ihrer Straße brennt. „Hab ich den Herd angelassen?“, das habe sie sich gleich gefragt. Als sie wieder in ihre Wohnung durfte, sei es ein großer Schock für sie gewesen. Das Wasser stand etliche Zentimeter hoch in der Wohnung der alleinerziehenden Frau. „Die Tapeten kamen von den Wänden runter.“ Zuerst sei sie bei Verwandten untergekommen, jetzt aber in eine angrenzende leerstehende Wohnung gezogen. Die Verwaltung, die für die Wohnblocks zuständig ist, wollte sich auf Anfrage der CZ nicht zu dem Fall äußern.

Zwei Buchstaben, die für Jörg Berger alles veränderten, aber auch Gewissheit brachten: MS. Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark umfasst. In Deutschland leben mehr als 200.000 Erkrankte, pro Jahr treten ungefähr 2500 Neuerkrankungen auf. „Über die Krankheit reden hilft“, bestätigt der MS-Betroffenenberater Berger. Hilfe hat er bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) gefunden. Seit 11 Jahren hilft der Bürokaufmann aus Celle ehrenamtlich als Betroffenenberater. Oft gehe es einfach nur darum zu zuhören. „Schimpfen und weinen gehört auch dazu“, sagt der berufstätige Bürokaufmann.

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