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Celle Ortsteile Celler Tierschutzinstitut wird EU-Referenzzentrum
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Tierschutzinstitut wird EU-Referenzzentrum
13:53 11.03.2018
Von Gunther Meinrenken
Der Schwerpunkt des EU-Referenzzentrums liegt auf dem Tierschutz in der Schweinehaltung. Quelle: FLI ITT Celle
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Celle

Der Ernennung war ein öffentliches Auswahlverfahren vorausgegangen. “Wir freuen uns riesig, dass wir es gemeinsam mit unseren beiden Partnereinrichtungen geschafft haben”, sagt Prof. Dr. Lars Schrader, der Leiter des Celler Instituts. “Mit der Bennung wird unsere internationale Sichtbarkeit anerkannt und weiter gestärkt.”

Der Schwerpunkt des ersten Referenzzentrums liegt auf dem Tierschutz in der Schweinehaltung, da die verbesserte Umsetzung der Gesetzgebung auf diesem Gebiet eine der Prioritäten der Kommission im Bereich Tierschutz ist. "Ein Fokus wird dabei auf Möglichkeiten zum Verzicht auf das Schwanzkürzen beim Schwein liegen. Zu diesem Thema hat das Celler Institut verschiedene Forschungen durchgeführt. So wurden beispielsweise Managementhilfen entwickelt, mit denen betriebsindividuell Risikofaktoren für Schwanzbeißen analysiert werden können", erläutert Schrader.

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Solche wissenschaftlichen Ergebnisse sollen jetzt durch das Referenzzentrum gebündelt und verbreitet werden, um die Mitgliedstaaten der EU bei der Umsetzung der Gesetzgebung zu unterstützen und EU-weit zu vereinheitlichen. Im Laufe des ersten Jahres wird das Referenzzentrum hierfür EU-weite Netzwerke aufbauen und die von der Kommission gewünschten Informationen über Verbesserungsmaßnahmen in der Schweinehaltung zusammentragen und aufbereiten.

“Aktuell stimmen wir das konkrete Arbeitsprogramm noch ab”, so Schrader. “Wir sind gespannt, welche neuen Aufgaben dann tatsächlich auf uns zukommen.” Hierfür wird das Institut mindestens eine zusätzliche Wissenschaftlerin einstellen. Die spezifischen Aufgaben des Zentrums sollen in enger Abstimmung mit der Kommission in jährlichen oder mehrjährigen Arbeitsprogrammen definiert werden. Die Ernennung des Referenzzentrums wird alle fünf Jahre überprüft. Die Ernennung des Instituts zum EU-Referenzzentrum hat auf den geplanten Umzug des Instituts nach Mecklenhorst bei Neustadt am Rübenberge keinen Einfluss.