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Celle Ortsteile Celler Weltladen zieht um
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Weltladen zieht um
17:28 07.08.2018
Das Team des Weltladens zieht von der Zöllnerstraße an die Bergstraße/Ecke Südwall. Quelle: Doris Hennies
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Die Notwendigkeit, einen Umzug ins Auge zu fassen entstand mit dem Verkauf des Anwesens der ehemaligen Bornhöft´schen Weinhandlung samt dazugehörigen Räumlichkeiten im Hinterhofbereich. Zwar hatte der Verein als Betreiber des Weltladens einen noch länger gültigen Mietvertrag, doch der neue Käufer hat Großes vor. Alfred Schultz von Plan-Bau Celle wünscht sich eine lebendige Gastronomie in den beiden ehemaligen Geschäften samt Innenhof, Kellergewölbe und Garten: "Wir finden, dass da gut jemand reinpassen würde, der Weine und Delikatessen anbietet." Seiner Ansicht nach wollen sich die Touristen nicht nur Fachwerk angucken. "Wir brauchen noch mehr südländisches Flair in der Innenstadt", findet Schultz. Ein gelungenes Beispiel sei das M-One auf dem Großen Plan.

„Als die Nachricht vom Verkauf und dessen Auswirkungen bekannt wurden, sorgte das unter uns schon für ziemlich viel Aufregung – es gab sogar schon Spekulationen über das Ende des Celler Weltladens, nach 40 Jahren Bestehen“, so Brigitte Nieberlein. „Der neue Käufer wünschte sich eine komplett geräumte Immobilie, um in einem Zug Sanieren und Umbauen zu können. Wir haben uns darauf geeinigt, uns gleich auf die Suche nach einem finanzierbaren Ladengeschäft zu machen und umzuziehen, sobald so etwas gefunden sei.“

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Der Verein hat sich mit diesem Anliegen an alle möglichen Stellen gewendet – an Banken, Makler und auch die Stadt selbst. Letztlich wurde das passende Objekt allerdings über private Kontakte gefunden. Der neue Vermieter an der Bergstraße wollte – nach einer bitteren Erfahrung mit dem Vormieter – eigentlich gar nicht mehr vermieten. Schließlich zog die Naturbäckerei „Klinger und Sohn“ aus Süddeutschland nach drei Monaten wieder aus. „Der neue Vermieter steht selbst sehr hinter dem Gedanken von Fair Trade und hat in uns wohl einen seriösen, zuverlässigen Mieter erkannt“, verrät Nieberlein. „Wir sind sehr froh, mit ihm und dem Laden am Ende der Bergstraße eine passende neue Bleibe gefunden zu haben.“

Der Vermieter hat seine Mietkostenvorstellungen für das rund 60 Quadratmeter große Eckgeschäft sogar an die bisherige Leitungshöhe angepasst und kommt auch mit verschiedenen Ausbauarbeiten dem gemeinnützigen Verein des Weltladens, der ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert und geführt, entgegen. Auf einen extra Gruppenraum muss das Team künftig verzichten. Für die regelmäßigen Treffen soll im Laden selbst genügen Raum geschaffen werden. Für die Lagerhaltung bieten sich Räume im Keller an. Die Umzugsarbeiten wird eine professionelle Firma übernehmen – „das können wir alleine ohne zu viel Zeitverlust nicht leisten! – aber eine Überraschung am Umzugstag planen wir doch. Wir freuen uns auf einen Neustart. Dann sind wir gut zugänglich und haben erstmals drei Schaufenster für die Präsentation unserer Waren. Der Umzug inspiriert uns außerdem zu neuen Ideen.“

Von Doris Hennies und Dagny Siebke

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