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Celle Ortsteile Collegium Cellense: Wie sagt das Pferd, dass es krank ist?
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Collegium Cellense: Wie sagt das Pferd, dass es krank ist?
18:31 17.05.2018
Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Heute hat Herr Prof. Dr. Karsten Feige von der Tierärztlichen Hochschule Hannover uns ein sehr spannendes und interessantes Thema mitgebracht: „Wie sagt das Pferd, dass es krank ist?“ Vielleicht klingt es für manche uninteressant, aber ich kann versichern, dieser Bericht macht auf jeden Fall schlauer!

Herr Feige und seine Kollegen pflegen und verarzten nur Tiere mit Hufen, also auch Pferde. Er hat uns gezeigt, wie man erkennen kann, ob sich in der Nähe ein totes Tier befindet. Das kann man vermuten, wenn man sich andere Tiere ansieht, die in der Umgebung sind und wenn das Tiere sind, die Aas, also andere tote Tiere, fressen, dann wird dort sicher leider ein totes Tier zu finden sein. Zu diesen Aasfressern gehören Geier.

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Er hat uns außerdem Bilder von den Gebissen der Pferde gezeigt. Dazu hat er uns gesagt, dass Pferde schon von Geburt an Zähne haben und wie wir Menschen dann Ihr Gebiss einmal wechseln. Das sind dann die bleibenden Zähne. Die Zähne können sich aus dem Kiefer herausschieben – also wachsen, und werden durch das Essen abgenutzt.

Koliken sind ein großes Thema. So nennt man die Bauchschmerzen von Pferden. Das kann man daran erkennen, wenn ein Pferd etwas wilder ist als sonst. Er hat uns auch erzählt, dass Pferde meistens wegen Bauchschmerzen sogar operiert werden, weil sich in diesem Fall der Dickdarm um die Milz des Pferdes gewickelt hat. Wenn sich dann auch noch der Dickdarm mit Gas füllt, muss das Pferd dringend operiert werden, sonst stirbt es. Dann wird das Gas aus dem Dickdarm mit einer hohlen Nadel herausgelassen. Der Darm muss bei der Operation natürlich entwirrt werden. Pferde werden häufig auch von Stechmücken gepiekt, das kann sehr unangenehm sein und das Pferd muss dann auch behandelt werden, sonst kratzen sie sich wund und der Schweif wird kahl und auch an anderen Stellen verlieren sie ihr Fell.

Normal schlafen Pferde im Stehen. Wenn sie sich sicher fühlen, legen sie sich auch einmal hin, ansonsten bleiben sie lieber stehen, um schnell loslaufen zu können, falls sich ein Feind nähert.

Von Clemens Swickis

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